Krankentagegeldversicherung abschließen – für wen lohnt sich das?

Krankentagegeldversicherung abschließen – für wen lohnt sich das?

Alle, die gesetzlich versichert sind, haben einen Anspruch auf Krankengeld, allerdings nicht auf Krankentagegeld. Wer dies möchte, muss separat eine Krankentagegeldversicherung abschließen. Aber ist die wirklich sinnvoll? Krankengeld bekommen alle, die sechs Wochen krank sind, von ihrer . Dabei handelt es sich um einen Betrag, der rund 20 Prozent unter dem Nettoverdienst liegt. Wem das nicht reicht, der kann eine Krankentageversicherung abschließen, die eine Lücke ausfüllt.

Der große Unterschied

Wer Mitglied in einer gesetzlichen ist, hat auch automatisch einen Anspruch auf Krankengeld. Dieses Krankengeld wird immer dann gezahlt, wenn der länger als sechs Wochen an der gleichen Erkrankung leidet und dadurch nicht arbeitsfähig ist. Ein Krankentagegeld gibt es hingegen nicht. Etwas anders sieht es bei allen aus, die privat krankenversichert sind. Die privaten zahlen ihren Kunden kein Krankengeld. Dabei spielt es keine Rolle, ob der selbstständig, freiberuflich oder angestellt ist. Alle, die jedoch eine Krankentagegeldversicherung abschließen, können sich zusätzlich für den Krankheitsfall absichern. Eine Krankentagegeldversicherung abschließen kann sich durchaus lohnen, denn mit dieser werden noch andere Leistungen abgedeckt.

Wie hoch sind Krankentagegeld und Krankengeld?

In Deutschland bekommt jeder, der gesetzlich versichert ist, grundsätzlich 70 Prozent des letzten Bruttoeinkommens oder höchstens 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens. Alle, die aber eine Krankentagegeldversicherung abschließen, können nicht nur die Höhe des Krankengelds selbst bestimmen, sie vereinbaren außerdem, ab wann das Krankentagegeld gezahlt wird. Jeder, der gesetzlich krankenversichert ist, muss nicht seinen kompletten Nettolohn absichern. Ideal ist hier eine Zahlung des Krankentagegelds ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit. Bei Privatversicherten ist eine Zahlung ab der vierten Woche möglich.

Was hat es mit dem Bereicherungsverbot auf sich?

Die Krankentagegeldversicherung ist bei allen gesetzlich Versicherten eine optimale Möglichkeit, um die Versorgungslücke zu schließen. Wer krank wird, kann sich damit vor Einkommensverlusten effektiv schützen. Eine Besonderheit gibt es allerdings bei einer Krankentagegeldversicherung, und zwar das sogenannte Bereicherungsverbot. Mit diesem Verbot wird sichergestellt und zudem verhindert, dass das Krankentagegeld, zusammen mit anderen Ersatzleistungen für das Einkommen, nicht höher als ein durchschnittliches Nettoeinkommen ausfällt.

Für wen lohnt sich die Versicherung?

Eine klassische Krankentagegeldversicherung ist immer dann wichtig, wenn man privat krankenversichert ist oder als Selbstständiger und Freiberufler tätig und gesetzlich krankenversichert ist. Für Geringverdiener hingegen kann die Versicherung existenzwichtig sein, denn hier ist das Krankengeld ebenfalls sehr niedrig und reicht selten aus. Um eine Krankentageversicherung abschließen zu können, ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. Die Versicherung muss nur dann ihrer Verpflichtung nachkommen, wenn tatsächlich aufgrund einer Erkrankung seiner beruflichen Tätigkeit nicht mehr nachkommen kann. Auch eine andere, vielleicht leichtere Tätigkeit darf nicht mehr möglich sein.

Fazit

Alle, die wenig verdienen, sind gut beraten, über den Abschluss einer Krankentagegeldversicherung nachzudenken. Da die für diese Versicherung nicht allzu sind, kann sich das aber durchaus lohnen. Die Versicherung schließt eine Versorgungslücke, wenn das von der Kasse gezahlte Krankengeld nach sechs Wochen endet. So wird gewährleistet, dass selbst bei einer längeren Erkrankung, keine finanziellen Sorgen entstehen. Wie hoch das Krankentagegeld ist und wie lange es gezahlt werden soll, kann jeder selbst bestimmen. Vor allem privat Versicherte, die kein Krankengeld bekommen, sind mit dem Abschluss einer Krankentagegeldversicherung definitiv gut beraten.

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Ulrike