Die Lebensversicherung als Altersvorsorge – lohnt sich das noch?

Die Lebensversicherung als Altersvorsorge – lohnt sich das noch

Die Zinsen steigen langsam wieder an und diejenigen, die eine als Altersvorsorge haben, hoffen, dass sie von der Zinserhöhung profitieren können. Aber wer jetzt einen neuen Vertrag anschließt, wird enttäuscht, denn aktuell liegt der Zinssatz bei 0,25 Prozent. Mehr als 80 Millionen gibt es in und viele Versicherte suchen eine , aus der Lebensversicherung Kapital zu schlagen.

Ist die Kündigung eine gute Lösung?

Für eine Lebensversicherung als Altersvorsorge sollte immer der Grundsatz gelten: Keine neuen Verträge abschließen und die alten Verträge nicht kündigen. Dies gilt allerdings nur für die Kapitallebensversicherung, nicht für die , sie sichert die Familie ab und ist immer sinnvoll. Es gibt nur sehr wenige Situationen, in denen es wirklich sinnvoll ist, eine Lebensversicherung wieder zu kündigen. Beispielsweise, wenn der Vertrag noch nicht so lange äuft, aber sehr teuer ist. Wer nicht weiter Geld verbrennen will, sollte dann kündigen. In anderen Fällen, in denen die Lebensversicherung als Altersvorsorge dient, gibt es Alternativen.

Die Versicherung verkaufen

Wird das Geld aus der Lebensversicherung dringend gebraucht, um vielleicht einen Kredit zu tilgen, dann ist es richtig, die Lebensversicherung zu verkaufen. Es gibt spezielle Ankäufer für Policen, die einige Prozentpunkte mehr bieten als die . Dies gilt allerdings nur für ältere Verträge, die noch mit einem guten Garantiezins abgeschlossen wurden. Meist bekommen die 1,5 bis maximal vier Prozent, was schnell ein paar Tausend Euro ausmacht. Die Käufer zahlen damit einen Preis für die Police, der in der Regel höher ist als der Rückkaufswert, den die Versicherung zahlen würde. Die Versicherung wird vom Ankäufer bis zum Ende weitergeführt, inklusive der Zinsen und dem Schlussbonus. Bei dieser Möglichkeit ist es sehr wichtig, die Aufkäufer genau miteinander zu vergleichen, denn gerade auf diesem Sektor gibt es viele schwarze Schafe.

Die Lebensversicherung beleihen

Muss ein finanzieller Engpass überbrückt werden und soll es später noch einen finanziellen Spielraum geben, dann ist das Beleihen einer Lebensversicherung eine gute Idee. Es wäre schade, wenn die Lebensversicherung, die in den 1990er Jahren abgeschlossen wurde, verkauft oder gekündigt würde. Der garantierte Zinssatz ist gut und die Auszahlung der Lebensversicherung als Altersvorsorge in den meisten Fällen sogar steuerfrei. Wird eine Kapitallebensversicherung beliehen, dann gewährt die Bank einen Kredit auf einen Teil des Wertes, den die Versicherung hat. Dies ist eine gute Wahl für alle, die ohne große Mühe einen Kredit bekommen wollen und den Betrag am Ende auf einmal zurückzahlen können. Zudem besteht die Möglichkeit, auch weiterhin in die Versicherung einzuzahlen. Da die Zinsen für einen solchen Kredit jedoch größtenteils höher als bei einem klassischen Darlehen sind, lohnt sich ein Vergleich immer.

Fazit

Eine Lebensversicherung zu kündigen, lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Wird das Vertragsverhältnis gekündigt, dann zahlen die Versicherten bei einer Kündigung in der Regel mehr als nötig. So sind beispielsweise die Abschlusskosten weg, also die Provisionen, die direkt nach Abschluss des Vertrages gezahlt werden müssen. Wer kündigt, verzichtet bei dieser Form der zugleich auf die künftigen Erfolge und die Überschüsse. Sie bringen eine Rendite auch jenseits der Garantie. Zudem verzichten die Versicherten auf den Bonus, der am Ende der Laufzeit gezahlt wird, insbesondere bei alten Verträgen fällt damit viel Geld weg.

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Ulrike