Welche Versicherung fürs Auto ist die richtige?

Welche Versicherung fürs Auto ist die richtige?

Wer ein hat, muss auch die passende für das Fahrzeug haben. Neben der Kfz-Haftpflicht, die abgeschlossen werden muss, haben die Besitzer eines Autos noch die Wahl zwischen einer Teil- oder einer Vollkaskoversicherung. Welche Versicherung die richtige Entscheidung ist, hängt von mehreren unterschiedlichen Faktoren ab. Das des Autos spielt dabei eine wichtige Rolle, ebenso wie der sogenannte Restwert.

Ist Vollkasko günstiger als Teilkasko?

Wer sich bei der Versicherung fürs Auto für eine Vollkaskoversicherung entscheidet, geht immer auf Nummer sicher. Die Vollkaskoversicherung sichert bei einem Totalschaden alle Schäden ab, auch wenn der Autofahrer ihn selbst verschuldet hat. Vor allem bei einem teuren Neuwagen ist diese Versicherung fürs Auto immer eine gute Wahl. Hat der einen sehr hohen Schadenfreiheitsrabatt, dann kann eine Vollkaskoversicherung, je nach Auto und Wohnort, was die angeht, günstiger als eine sein. So zahlt beispielsweise ein 53 Jahre alter Autofahrer aus Stralsund mit der höchsten Schadensfreiheitsklasse SF 36 für einen VW Golf, der sieben Jahre alt ist, rund 30 Euro im Jahr weniger als es bei einer Teilkaskoversicherung der Fall wäre.

Entscheidend ist die Risikoklasse

Warum eine Vollkaskoversicherung oftmals deutlich günstiger ist als die Teilkaskoversicherung, hat etwas mit den Risikoklassen zu tun. So ist es durchaus möglich, dass die Risikoklasse für eine Teilkaskoversicherung sehr ist, weil es im Wohngebiet des Autobesitzers viele Autodiebstähle gibt. In einer ruhigen Gegend, wo Diebstähle nicht an der Tagesordnung sind, ist die Vollkaskoversicherung im Vergleich deutlich günstiger. Stadt oder Land? Auch diese Frage ist bei der Versicherung fürs Auto von Bedeutung. Wer ändlich lebt und sein Auto in die Garage stellt, hat eine niedrige Risikoklasse und zahlt für eine Vollkaskoversicherung entsprechend wenig. Wer hingegen mitten in der Innenstadt lebt und das Auto auf der Straße parkt, ist wahrscheinlich mit einer Teilkaskoversicherung besser beraten.

Wie lange lohnt sich die Vollkaskoversicherung?

Selbst wenn die Vollkaskoversicherung nicht günstiger ist als die Teilkasko, lohnt es sich, einen Vergleich zu machen. So kostet beispielsweise ein fünf Jahre altes BMW-Cabrio in der bayrischen Landeshauptstadt München im Jahr rund 76 Euro pro Jahr mehr als es bei einer Teilkaskoversicherung der Fall wäre. Je nachdem, wie üppig der Wagen ausgestattet ist, kann sein sogenannter Restwert bei mehr als 20.000 Euro liegen. Wird die Selbstbeteiligung von 300 abgezogen, dann ist der Besitzer des Wagens mit einer Vollkaskoversicherung bis zu einem maximalen von 19.700 Euro abgesichert. Dies gilt auch, wenn er einen selbst verschuldet hat. In diesem Fall sind die 76 Euro mehr sehr gut angelegt.

Fazit

Wer bei der Versicherung fürs Auto sparen will, kommt um einen genauen Vergleich nicht herum. Eine feste Regel, ob eine Teil- oder doch eine Vollkaskoversicherung die bessere Wahl ist, gibt es leider nicht. Der Autobesitzer sollte sich unter anderem fragen: Um wie viel ist die Vollkaskoversicherung teurer als die Teilkasko Variante? Die zweite wichtige Frage lautet: Wie hoch ist der Restwert des Wagens und lohnt es sich, dafür im Jahr mehr zu bezahlen? Vergleiche werden in der nahen Zukunft immer wichtiger, da die Kosten für die Autoversicherung drastisch ansteigen, aktuell ist sogar von mehr als acht Prozent die Rede.

Bild: @ depositphotos.com / minervastock

Ulrike