Wird die Wohnungsbauprämie abgeschafft?

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) will laut einigen Pressemeldungen angeblich die Wohnungsbauprämie abschaffen. Laut der “Frankfurter Rundschau” gibt es einen Referentenentwurf des Finanzministeriums für eine verstärkte Einbeziehung des Wohneigentums in die private Altersvorsorge. Als Grund für die Abschaffung werden wieder mal Streichungen aufgrund von Sparmaßnahmen angegeben. Der Referentenentwurf bezeichnet die Wohnungsbauprämie auch als “nicht mehr zeitgemäß”. In ihrer jetzigen Form kostet die Förderung den Staat 500 bis 550 Millionen Euro im Jahr. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Michael Meister (CDU) sagte hingegen, das der Referentenentwurf in der Koalition nicht abgestimmt und eine Abschaffung der Wohnungsbauprämie auch nicht vereinbart wurde. Es sei zwar geplant, das selbstgenutzte Wohneigentum verstärkt und gleichberechtigt mit anderen Anlageformen in die staatlich geförderte Altersvorsorge einzubeziehen, jedoch sei hier die eigens dafür eingerichtete parlamentarische Arbeitsgruppe noch nicht mit ihrer Arbeit am Ende, teilte Meister mit.

Das könnte sie auch interessieren:

    Vorerst keine Korrektur bei Hartz IV Gesetz
    Wie gestern Abend berichtet und erwartet, konnte sich die große Koalition trotz eines sehr intensiven Meinungsaustauschs noch nicht darüber verständigen, ob es eine Neugestaltung der Arbeitsmarktreform Hartz IV geben soll. Nach einer rund vierstündigen Sitzung gestern Abend in Berlin blieb diese Frage nach wie vor offen. Man hat sich allerdings darauf verständigt, das so genannte

    Wechsel zur privaten Krankenversicherung wird erschwert
    In diesen Tagen wird im Bundesgesundheitsministerium mit Ländern, Verbänden und Ressorts über den Referentenentwurf zur geplanten Gesundheitsreform beraten. Nicht nur gesetzlich Krankenversicherte sind von den geplanten Neuregelungen betroffen, sondern auch die Privaten. Schon im vergangenen Jahr zeichnete sich ab, dass es den gesetzlich Versicherten nicht so einfach gemacht werden soll, in die private Krankenversicherung zu

    Scharfe Kritik am Gesundheitsfonds
    Neben den Arbeitgebern lehnt nun auch das Finanzministerium den von der Koalition favorisierten Gesundheitsfonds ab, mit dem die gesetzliche Krankenversicherung “modernisiert” werden soll.
    Die privaten Krankenversicherungen drohen an notfalls vor Gericht gegen eine Einbeziehung in einen Gesundheitsfonds zu ziehen. Dieses im Rahmen der Gesundheitsreform diskutierte Modell wäre ‚"nichts anderes als ein leistungsfeindliches Einheitssystem und bedeutet

    Bundesregierung gegen Continentale Versicherung
    Seitens der Bundesregierung ist geplant, im Streit um Umsetzung der Gesundheitsreform gegen die Continentale Krankenversicherung vorzugehen. Wie die Bundesgesundheitsministerin am Freitag mitteilte habe sie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück gebeten über die Aufsichtsbehörde BaFin zu prüfen, in wie weit die Continentale die gesetzlichen Vorschriften einhält.
    Strittig ist die Tatsache, dass die Continental Krankenversicherung Nicht-Vesicherte zwar wie in

    2010 kürzten Frauen ihre Altersvorsorge drastisch
    Nach einer Umfrage des Instituts Demoskopie Allensbach, die im Auftrag der Postbank durchgeführt wurde, haben berufstätige Frauen im letzten Jahr ihre Altersvorsorge-Ersparnisse drastisch reduziert. Lag der durchschnittliche monatliche Vorsorgebeitrag 2009 bei berufstätigen Frauen noch bei 200 Euro, betrug er 2010 nur noch 165 Euro, das sind fast 18% weniger.
    Dagegen haben Männer im vergangenen Jahr ihre