GKV weist Sicherheitsmängel bei Gesundheitskarte zurück

Gestern sorgte eine Meldung im „Münchner Merkur“ für Aufregung, nach der es bei der neuen elektronischen Gesundheitskarte Sicherheitsmängel gibt, durch die Hacker die PIN-Eingabe und damit auch sensible Patientendaten ausspionieren können. Dies weist der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) zurück.

In einer Stellungnahme erklärt der Verband, dass die Nutzung der Gesundheitskarte im aktuellen ersten Einführungsschritt überhaupt keine PIN-Eingabe. Demzufolge könne auch keine PIN ausgespäht werden. Außerdem erklärt der GKV, dass die Gesundheitskarte in diesem Stadium auch keine medizinischen Patientendaten speichert. Deshalb könnten diese auch nicht ausspioniert werden.

Die stellvertretende Pressesprecherin des GKV-Spitzenverbandes, Ann Marini, hält die Sicherheitsbedenken der Ärzte und Zahnärzte für vorgeschoben. Mit solchen „fadenscheinigen Manövern“ soll eine erneute Verzögerung der Einführung der Karte erreicht werden, glaubt der GKV. Deshalb weist der Verband die Forderung von Ärzteverbänden nach einer früheren Durchführung der Up-Dates als ursprünglich vorgesehen, zurück. Dies wäre nur dann denkbar, wenn die Ärzteschaften die daraus resultierenden Zusatzkosten auch selbst tragen. Geplant sind die Up-Dates für eine spätere Phase, wenn überhaupt eine PIN-Eingabe erforderlich ist.