Stiftung Warentest: Eigenheimfinanzierung im Test

In der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Finanztest“ berichtet die Stiftung Warentest, dass die Bausparkassen mit ihren Kombikrediten bei der Eigenheimfinanzierung (Laufzeit: rund 20 Jahre) jedes Bankangebot schlagen. Dies ergab ein Test von unterschiedlichen Immobilienkredit-Angeboten von 89 Banken, Bausparkassen, Vermittlungsgesellschaften und Versicherungen.

Als Modellfall wurde ein Darlehen in Höhe von 150.000 Euro gesucht. Es zeigte sich: Mit der Riester-Variante von Bausparkassen- oder Bankangeboten lässt sich durch die staatlichen Zulagen und Steuervorteile auf jeden Fall Geld sparen, so die Stiftung Warentest.

Die LBS Rheinland-Pfalz verlangt hierfür in der Riester-Variante einen Effektivzins von nur 3,87%. Das Riester-Darlehen wird hier mit einem Zinsrabatt von gut 0,3% belohnt. Solche Kombikredite sind eine Mischung aus Bausparvertrag und Darlehen, bei dem die Zinsen in der Regel für die komplette Laufzeit festgelegt sind. Die Allianz bot das günstigste herkömmliche Riester-Darlehen mit vergleichbarer Zinsbindung, sie verlangt einen Effektivzins von 4,46%. Laut Stiftung Warentest sind die besten Angebote der Bausparkassen allerdings nur für Kreditnehmer zu empfehlen, die einen Eigenanteil von 20-30% der Finanzierungssumme aufbringen können.

Auch bei der Entscheidung zugunsten eines Bankdarlehens oder eines KfW-Förderdarlehens sollte man die Angebote sorgfältig vergleichen. Bei einer Darlehenssumme von 180.000 Euro und einer Laufzeit von 15 Jahren macht der Zinsunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Anbieter immerhin rund 36.000 Euro aus. Auch bei einem flexiblen Kredit mit 10-jähriger Zinsbindung und der Möglichkeit des Ratenwechsel stellten die Tester immer noch Unterschiede von knapp 13.000 Euro fest.