Jeder dritte Deutsche verzichtet auf Beratung bei Altersvorsorge

Laut einer im Auftrag mehrerer Versicherer vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) durchgeführten Studie, scheuen viele Deutsche eine Beratung, wenn es um Finanzthemen, insbesondere die Altersvorsorge geht. Demnach hat in den letzten 5 Jahren fast jeder Dritte darauf verzichtet, eine professionelle Finanz- und Vorsorgeberatung in Anspruch zu nehmen.

Vor allem in Sachen Altersvorsorge scheinen die Deutschen keinen Bedarf an Beratung zu sehen. Über die Hälfte der Befragten hat in den letzten Jahren kein einziges Beratungsgespräch darüber geführt, wie sie ihre gesetzliche Rente durch private Altersvorsorge aufstocken können. Zum Vergleich: Bei Versicherungen wie der Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit oder Rechtsschutz verzichten nur 30% auf eine Beratung. Besorgniserregend ist den Studienautoren zufolge, dass diejenigen, die keine Beratung in Anspruch nehmen, sich aber in der Regel auch nicht selbst über die bestehenden Vorsorgemöglichkeiten informieren, dies tun nur 30% der Beratungsresistenten.

Allerdings gibt es bei der Beratungswilligkeit große regionale Unterschiede, berichtet die „Financial Times Deutschland“ (FTD): Während sich in Schleswig-Holstein weniger als 50% beraten ließen, nehmen in Brandenburg 86% der Bürger eine entsprechende Beratung in Anspruch. Auch in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind die Menschen offenbar mehr dazu bereit, sich in Finanzfragen beraten zu lassen als im Bundesdurchschnitt.