Studie: PKV genießt in Deutschland höheres Ansehen als GKV

Laut der im Auftrag der Gothaer Krankenversicherung AG und dem F.A.Z.-Institut durchgeführten Studie „Kundenkompass Private Krankenversicherung“ schreibt die große Mehrheit der Deutschen privaten Krankenversicherungen ein höheres medizinisches Qualitätsniveau zu als den gesetzlichen Krankenkassen. Das trifft für 70% der Kassenpatienten und 80% der Privatpatienten zu. Nach der Zufriedenheit mit den Leistungen der eigenen Krankenversicherung befragt, äußerten sich durchschnittlich 61% der Privatversicherten aber nur etwa die Hälfte der Kassenpatienten zufrieden.

Änderungsbedarf in den gesetzlichen Krankenversicherungen sehen die meisten (70%) der hier Versicherten in der Qualität der medizinischen Leistungen. Zwei von Drei GKV-Versicherte wünschen sich außerdem einen besseren Service, d.h. kürzere Wartezeiten, im Rahmen der ärztlichen Behandlung. 59% der befragten Kassenpatienten sehen in dem Leistungs- und Tarifangebot der GKV Verbesserungsbedarf. Unter der Voraussetzung, mehr Leistungen in Anspruch nehmen zu können, könnten sich 57% der Privatversicherten einen Wechsel zu einer anderen privaten Krankenversicherung vorstellen. In beiden Versicherungsgruppen fordern 90% die Leistung umfangreicher Vorsorgemaßnahmen, Leistungsansprüche bei Zahnbehandlungen und Zahnersatz wünschen sich 89% der Kassenpatienten und 85% der Privatversicherten. Fast gleich hoch (GKV: 88% vs. PKV: 87%) ist der Anspruch auf ambulante Behandlungen in beiden Gruppen. Die Realität der Kassenpatienten sieht jedoch anders aus: Während rund drei Viertel der befragten PKV-Versicherten mit den Leistungen ihrer Versicherung für Zahnersatz zufrieden sind, gilt dies nur für jeden dritten GKV-Versicherten. Als Folge bewerten über 70% der Befragten (aus beiden Gruppen) die PKV als das bessere Krankenversicherungssystem und wünschen sich einen leichteren Zugang durch die Aufhebung der Zugangsbeschränkungen.

Für die repräsentative Studie befragte das Berliner Meinungsforschungsinstitut forsa im April und Mai diesen Jahres 1000 Krankenkversicherte zu ihrer Meinung über private Krankenversicherungen. Interviewt wurden Personen zwischen 18 und 65 Jahren, die einen Querschnitt der Krankenversicherten in Deutschland repräsentieren.