Was sind Dread-Disease-Versicherungen?

Der englische Begriff „Dread Disease“ bedeutet „schwere Krankheiten“ und entsprechende Versicherungen schützen den Versicherungsnehmer vor den finanziellen Folgen bestimmter schwerer Erkrankungen. Während es diese Art der Versicherung in anderen Ländern schon länger gibt, werden sie in Deutschland erst seit den 90er Jahren angeboten.

Dread-Disease-Versicherungen versichern Krankheiten wie z.B. Leber- und Nierenerkrankungen, Multiple Sklerose, Krebs oder Parkinson, aber auch Ereignisse wie Herzinfarkt, Koma, Lähmung oder Schlaganfall werden durch sie abgesichert. Je nach Anbieter fallen unterschiedliche Erkrankungen oder Ereignisse unter den Versicherungsschutz, in der Regel enthält der Leistungskatalog 30-40 Schadensfälle. Die beiden häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit, nämlich psychische Erkrankungen und Erkrankungen der Wirbelsäule werden meistens nicht abgedeckt.

Wer einen Schadensfall erleidet und eine Dread-Disease-Versicherung abgeschlossen hat, erhält die vorab vereinbarte Versicherungssumme als Einmalzahlung ausgezahlt. Nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Unternehmen kann sich der Abschluss einer solchen Versicherung für wichtige Führungspersonen des Unternehmens lohnen. Dann muss die Auszahlung der Versicherungssumme jedoch als Betriebseinnahme versteuert werden, allerdings können auch die Versicherungsbeiträge ebenfalls als Betriebsausgaben steuerlich berücksichtigt werden.