Komplizierte Antragsformulare in der Privaten Krankenversicherung

Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest lassen sich Fehler bei der Beantwortung der Fragen auf den Antragsformularen in eine private Krankenversicherung unvermeidlich, da diese Formulare häufig unübersichtlich und unverständlich sind. Von den 33 getesteten Formularen erhielt nur eines die Bewertung „gut“, 16 das Gesamturteil „befriedigend“ und weitere 16 schnitten mit „ausreichend“ ab. Die Tester überprüften die Formulare nach verschiedenen Kriterien wie Textverständlichkeit, Inhalt, Benutzerführung und Lesbarkeit.

Als für den Versicherten besonders schwer zu beantworten wurden die detaillierten Fragen zu eventuellen Medikamenteneinnahmen eingestuft, die in manchen Fällen sogar die genau Dosierung abfragen.

Falsche Angaben im Antragsformular können für die Versicherten schwerwiegende Folgen haben, denn unter Umständen müssen sie für bestimmte Behandlungskosten selbst aufkommen oder müssen dem Versicherungsunternehmen Geld zurückzahlen. Experten raten deshalb zur sorgfältigen und vollständigen Beantwortung der Fragen. Bei Unsicherheiten sollten die Daten auf jeden Fall bei den behandelnden Ärzten eingeholt werden anstatt sich auf die eigenen Erinnerungen oder Mutmaßungen zu verlassen.

Seit dem 1. Januar diesen Jahres ist die Neufassung des Versicherungsvertragsgesetzes, nach der die Versicherungsunternehmen neue Formulare entwickeln mussten. Nach Ansicht der Stiftung Warentest sind aber auch diese nicht kundenfreundlicher geworden.