Welche Geldanlagen sind besonders beliebt?

Am 31. Oktober ist Weltspartag und wie jedes Jahr, so hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband ihr Vermögensbarometer der Presse in Berlin vorgestellt. Anhand dieses Barometers lässt sich erkennen, wie sich die Präferenzen bei der Geldanlage durch die anhaltende Niedrigzinsphase verschoben haben. Der größte Verlierer ist dabei die Lebensversicherung, der nur noch 24 Prozent der Deutschen als Vorsorge für das Alter vertrauen.

Immobilien sind die Gewinner

Noch vor sieben Jahren haben sich 46 Prozent der Deutschen für eine klassische Lebensversicherung ausgesprochen. 2007 lag der Wert sogar bei 66 Prozent, aber dieser Spitzenplatz ist heute nicht mehr zu halten. Die Nummer eins auf der Liste der beliebten Geldanlagen sind heute Immobilien. Rund 54 Prozent gaben bei einer Umfrage an, ihr Geld in Immobilien anzulegen. 2007 sprachen sich nur 27 Prozent für die selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge aus. Allerdings denken diejenigen, die sich für eine Immobilie aussprechen, rational. Nur acht Prozent gaben an, dass sie ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung zu 100 Prozent über die Bank finanziert haben.

Die Gefahr der Überschuldung

Die Banken und auch die Politik äußern immer wieder Bedenken, wenn es um die privaten Haushalte und den Kauf von Immobilien geht. Vielfach droht eine Überschuldung, eine Gefahr, die der Deutsche Sparkassen- und Giroverband so nicht sieht. Für 28 Prozent der Befragten sind Aktien-, Investment- oder Immobilienfonds ein Thema. Weniger beliebt ist da die Rentenversicherung, für die sich nur 24 Prozent begeistern können. 2007 hatte diese Altersvorsorge noch gute Karten und lag bei Werten von 47 Prozent.

Die Deutschen sorgen nicht vor

27 Prozent der Deutschen haben keine zusätzliche Altersvorsorge, 13 Prozent gaben an, keine finanziellen Mittel zu haben, um zu sparen. Besonders hoch ist die Zahl derjenigen, die aus finanzieller Sicht nichts zurücklegen können, in der Gruppe der Geringverdiener zu finden. In der Gruppe, die ein Nettoeinkommen von weniger als 1000 Euro im Monat zur Verfügung hat, sind es 47 Prozent, die nicht für das Alter vorsorgen. Bei denjenigen, die zwischen 1000 und 1500 Euro verdienen, sorgen rund 40 Prozent nicht vor. Insgesamt sind es sechs Millionen Deutsche, die kein Geld für eine private Altersvorsorge haben.

Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband appelliert vor allem an junge Menschen, für das Leben im Alter vorzusorgen. Wer früh anfängt, zu sparen, der kommt auch finanziell früher an sein angestrebtes Ziel.

Bild: @ depositphotos.com / schlenger86

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