Grob Fahrlässig

Ein Wasserschaden, weil die Waschmaschine bei Waschen einen Defekt erlitten hat. Ein häufig vorkommender und damit alltäglicher Versicherungsschaden. Das AG Frankfurt hat jetzt in einem Streitfall entschieden, dass der Versicherungsnehmer grob fahrlässig handelt, wenn er seine Waschmaschine länger als 15 Minuten unbeaufsichtigt lässt. Der Versicherungsschutz erlischt in diesem Fall und die Versicherung reguliert den Schaden nicht.

Wie dieses Beispiel zeigt, muss eine grobe Fahrlässigkeit nicht immer wirklich ‚"grob" sein. Denn wer hätte die Tatsache, seine Waschmaschine nicht alle 15 Minuten zu überprüfen als grob fahrlässig eingeschätzt. Um das Risiko der groben Fahrlässigkeit auszuschließen sollte man darauf achten, dass der Versicherungsschutz diese mit beinhaltet. Den Versicherungsbedingungen kann man die entsprechende Regelung entnehmen.

Das könnte sie auch interessieren:

    Nicht jede Versicherung zahlt für defekte Waschmaschine
    Der Bund der Versicherten weist darauf hin, dass Versicherungen nicht immer für einen Wasserschaden aufkommen, der durch eine defekte Waschmaschine verursacht wurde. In einigen Fällen lehnen die Versicherungen die Leistungen ab, wenn der Versicherte die Maschine und deren ordnungsgemäßes Funktionieren nicht im Auge behält. Laut Vereinsvorsitzender Lilo Blunck gibt es auch in der deutschen Rechtssprechung

    Kfz-Versicherung: Unwissenheit bei grober Fahrlässigkeit
    Wie eine repräsentative Umfrage der Gfk-Gruppe im Auftrag des Kfz-Direktversicherers DA Direkt ergab, wissen die meisten deutschen Autofahrer nicht, ob bei ihrer Kfz-Versicherung grober Fahrlässigkeit im Versicherungsschutz eingeschlossen ist. 39% der Befragten gaben an, dies nicht zu wissen und nur bei 13% ist grobe Fahrlässigkeit im Versicherungsschutz enthalten. Nur die Hälfte der Befragten hat sich

    Unfall durch Unaufmerksamkeit
    Allein die Tatsache, dass ein Autofahrer während der Fahrt kurz unaufmerksam gewesen ist, reicht nicht aus, das die Vollkaskoversicherung im Falle eines Unfalls nicht zahlen muss. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichtes in Hamm hervor.
    In dem verhandelten Fall hatte der Fahrer eines Fahrzeuges die Kontrolle über den PKW verloren, war von der Fahrbahn

    Brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen
    Schäden, die durch einen Wohnungsbrand entstehen, sind in der Regel durch die Hausratversicherung abgedeckt.
    In der Adventszeit steigt die Zahl der Brände Jahr für Jahr deutlich an, und Auslöser sind fast immer brennende Kerzen im Adventskranz oder am Weihnachtsbaum.
    Gerade in diesen Fällen greift der Versicherungsschutz jedoch häufig nicht. Wer Kerzen anzündet und dann den Raum verlässt,

    Navi-Bedienung während der Fahrt ist grob fahrlässig
    Wer während der Autofahrt ein Navigationssystem bedient und dadurch einen Unfall verursacht, handelt grob fahrlässig. In diesem Fall verliert der Verursacher den Versicherungsschutz seiner Kfz-Versicherung und muss die entstandenen Kosten selbst tragen. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Potsdam hervor (Az.: 6 O 32/09).
    Im konkreten Fall fuhr ein Mann mit einem Mietwagen und wollte