Abgeltungssteuer auf 2010 verschoben

Das Bundesfinanzministerium will die Reform zur Kapitalbesteuerung scheinbar nun bis 2010 verschieben. Grund dafür seien Steuerausfälle in Milliardenhöhe durch die geplante Reform der Unternehmensbesteuerung, so berichtete die ‚"Süddeutsche Zeitung" heute.

Geplant war durch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gleichzeitig mit der Reform der Firmensteuern eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Zinsen und andere Kapitalerträge einführen. Privatanleger müssten dann nicht mehr bis zu 42 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sondern die Bank des Anlegers würde dann 25 Prozent der Kapitalerträge direkt ans Finanzamt abführen und die Steuerschuld wäre damit abgegolten.

Soweit der Plan, allerdings würde das den Staat weitere zwei bis drei Milliarden Euro kosten, so zumindest berichtete die ‚"SZ". Nun will das Finanzministerium erst 2008 oder 2009 über die Abgeltungssteuer entscheiden. Steinbrück wird seine Reformpläne voraussichtlich am 19. Juni der Äffentlichkeit präsentieren. (dpa)

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