Mindestgröße für Krankenkassen

Weiter gehts im Film Gesundheitsreform und Krankenkassen, weitere Hilflosigkeit der Politiker zeichnet sich ab. Die Koalitionsspitzen sollen sich nach einem Zeitungsbericht darauf geeinigt haben, gesetzlichen Krankenkassen eine Mindestgröße vorzuschreiben. Diskutiert wird derzeit, dass die Krankenkassen mindestens eine Million Versicherte Mitgleider haben müssten, berichtete die “Leipziger Volkszeitung” am Montag vorab unter Berufung auf Regierungskreise. Sollte diese Mindestgrenze eingeführt werden, würde sich die Zahl der Krankenkassen mal eben um 110 bis 120 verkleinern, kleinere Kassen wären gezwungen zu fusionieren. Von Mindestgrößen verspreche man sich Einsparungen bei den Verwaltungskosten.

Die geplante Steuerfinanzierung eines Teils des Gesundheitssystems soll 2008 beginnen und insgesamt drei Jahresschritte umfassen. Unstrittig sei auch die Finanzierung der Kinderversicherung aus Steuermitteln in Höhe von 16 Milliarden Euro. Im Gegenzug sollten die Kassenbeiträge um ein bis zwei Prozentpunkte gesenkt werden.

Das könnte sie auch interessieren:

    Gesundheitsreform bringt doch weniger Einsparungen
    Wie der Spiegel berichtet, soll die Gesundheitsreform den Krankenkassen womöglich nun doch weniger Einsparungen bringen als angekündigt. Die von Union und SPD vereinbarten Eckpunkte zur Gesundheitsreform in den kommenden drei Jahren führen lediglich zu Kostensenkungen von insgesamt kanpp 5,3 Mrd. Euro. Kurz nach und während der Verabschiedung der Eckpunkte der Gesundheitsreform hatte der Verhandlungsführer der

    Erste Beschlüsse bei Gesundheitsreform
    Nach monatelangen Beratungen haben sich die Spitzen von Union und SPD auf Eckpunkte für eine Gesundheitsreform verständigt. Das Ergebnis bleibt allerdings für beide Seiten weit hinter den Ursprungsforderungen zurück. Hier mal eine kurze Übersicht der Beschlüsse:
    Gesundheitsfonds:

    Der Gesundheitsfond wird kommen, in den Fonds fließen die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie Steuermittel. Die private Krankenversicherung wird

    Krankenkassen mit Kampagne gegen Gesundheitsreform
    Die gesetzlichen Krankenkassen wollen jetzt mit einer Kampagne gegen die von Union und SPD geplante Gesundheitsreform vorgehen. Wie aus internen Unterlagen der Krankenkassen hervorgeht, ist der Plan die Politik über entsprechende Äffentlichkeitsaktivitäten zur Rücknahme der wesentlichen Punkte" der Reform zu zwingen, heißt es in einem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Die Botschaft der Kampagne:

    23 Krankenkassen in Finanznot
    Offenbar sind doch mehr gesetzliche Krankenversicherungen in finanziellen Nöten als bisher angenommen. Medienberichten zufolge sollen von den 157 Krankenkassen in einem internen Rating des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) 23 Kassen als “gefährdet” eingestuft worden sein.
    Zu den als im so genannten “Gefährdungsindex” als “gefährdet” eingestuften Krankenkassen zählen 20 Betriebskrankenkassen (BKK). Weitere 46 Versicherungen (darunter

    Gesetzlichen Krankenkassen wieder im Plus
    Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten für das Jahr 2011 nach Angaben des GKV-Schätzerkreis kein Defizit. Aller Voraussicht nach werden sie das laufende Geschäftsjahr mit einem Plus abschließen.
    Offenbar zeigen die im Zuge der Gesundheitsreform beschlossenen Änderungen erste Wirkungen. Nach aktuellen Angaben des GKV-Schätzerkreis müssen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in diesem Jahr nicht mit einem Defizit rechnen.