Rente mit 68 – Großbritannien legt nach

Die wohl größte Rentenreform Englands steht an. Nach neusten Plänen von Premier Tony Blair müssen die Briten bald deutlich länger als bisher für ihre Rente arbeiten. In der Zeit zwischen dem Jahre 2024 und 2046 soll das Renteneintrittsalter bis auf 68 Jahre steigen. Derzeit beträgt das Renteneintrittsalter in England für Männer 65 und für Frauen 60 Jahre. Als Ausgleich für die Anhebung des Rentenalters soll gleichzeitig die staatliche Rente wieder an die normale Lohnentwicklung angepasst werden.

Die neuen Pläne sollen das geschätzte Rentenloch von knapp 84 Milliarden Euro zu schließen. Großbritannien hat wie viele andere Länder auch vor großen Problemen bei der Finanzierung des Rentensystems. Ausschlaggebend ist hier das steigende Lebensalter. Neben Deutschland, wo das Renteneintrittsalter ja bekanntlich auch ab dem Jahre 2029 auf 67 Jahre angehoben werden soll, sind nun also auch die Briten an der Reihe. Allerdings liegt die staatliche Rente in Großbritannien weit unter der Rente in Deutschland. Die Rente in Großbritannien macht derzeit weniger als 20 Prozent des Durchschnittverdiensts aus und würde laut Aussagen von Experten bis zum Jahre 2050 bis auf weniger als zehn Prozent sinken, wenn man nichts ändere.

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