Nachfrageschub bei privater Altersvorsorge erwartet

Millionen Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung werden in den kommenden Wochen Post bekommen. Der Inhalt der Briefe ist wenig erfreulich: Schwarz auf Weiß wird darin nachzulesen sein, dass die Rente im Alter geringer ausfällt als bislang gedacht.

Die Höhe der Renten orientiert sich an der Lohnentwicklung, und hier war in der Vergangenheit stets ein jährlicher Zuwachs um 1,5 bis 2 Prozent unterstellt worden. Tatsächlich steigen die Löhne der Arbeitnehmer aber viel langsamer, in manchen Branchen gibt es gar keine Zuwächse mehr oder sogar rückläufige Entwicklungen. Deshalb sind die optimistischen Annahmen zur Höhe der künftigen Renten nicht mehr zu halten, die Rentenversicherer korrigieren ihre Prognosen nach unten.

So mancher Empfänger des ‚"Rentenbriefes" dürfte angesichts der neuen Zahlen geschockt sein. Experten rechnen deshalb mit einem neuen Nachfrageschub nach Produkten für die private Altersvorsorge wie Lebensversicherungen oder privaten Rentenversicherungen – schließlich wird immer deutlicher, dass sich niemand mehr allein auf die staatliche Absicherung im Alter verlassen sollte.

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