Wird die Beitragsbemessungsgrenze angehoben?

In der Großen Koalition gehen die Verhandlungen über die geplante Gesundheitsreform weiter. Im Mittelpunkt stehen dabei Überlegungen, wie die finanzielle Schieflage bei den gesetzlichen Krankenversicherungen dauerhaft behoben werden könnte.

Angeblich ist dazu eine Anhebung der Versicherungspflichtgrenze im Gespräch. Dadurch würden weniger Menschen mit einem vergleichsweise guten Einkommen zu einer privaten Krankenkasse wechseln können.

Zusätzliche Einnahmen erhoffen sich die Gesundheitspolitiker von CDU/SCU und SPD außerdem durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Sie beziffert die Höhe des Einkommens, bis zu der Beiträge an die Krankenkassen gezahlt werden müssen. Die anteiligen Einkünfte oberhalb des Grenzbetrages hingegen sind beitragsfrei. Nach Medienberichten könnte die Bemessungsgrenze um mehr als 400 Euro auf künftig 4.000 Euro angehoben werden. Das würde selbst bei prozentual gleichbleibenden Kassenbeiträgen deutlich höhere Zahlungen bedeuten, die sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber belasten.

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