Milliardenloch bei der Rentenversicherung

Schlechte Nachrichten kommen einmal mehr von der gesetzlichen Rentenversicherung: Bereits für das Jahr 2008 wird ein bislang nicht geplanter Fehlbetrag von rund 2,5 Milliarden Euro erwartet. Das würde einen Anstieg der Beiträge zur Rentenversicherung auf über 20 Prozent zur Folge haben – trotz der Versprechen der Regierung, den Satz unter dieser psychologisch wichtigen Marke zu halten.

Einzige Alternative zu höheren Abgaben, die sich negativ auf die Schaffung neuer Arbeitsplätze auswirken würden, wäre eine Anhebung des Bundeszuschusses. Den aktuellen Schätzungen zufolge müsste der Finanzminister mindestens eine halbe Milliarde Euro zusätzlich an die Rentenkasse überweisen, um den Beitragssatz unter 20 Prozent zu halten.

Hauptgrund für die neue Finanzmisere ist die für 2007 erwartete Abschwächung des Wirtschaftswachstums mit nur geringen Lohnerhöhungen und entsprechend niedrigen Zahlungen an die Rentenversicherung.

Das könnte sie auch interessieren:

    Stellenabbau bei Banken und Versicherungen
    Nach Schätzungen der Gewerkschaft Verdi wird der Stellenabbau bei Banken und Versicherungen mindestens bis 2008 anhalten. Rund 25.000 Arbeitsplätze könnten dabei verloren gehen. Der negativtrend bei den Banken geht leicht zurück, im Versicherungsbereich nimmt der Beschäftigungsabbau deutlich zu.
    In der Versicherungsbranche hat der Stellenabbau erst im Jahre 2003 begonnen, seitdem sind etwa 12.300 Arbeitsplätze gestrichen worden.

    Rente mit 67 – Erste Infos gehen raus
    Von der deutschen Rentenversicherung wird geplant, in den nächsten Wochen erstmals Informationen über die Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 Jahre an die Versicherten zu versenden.
    Eine Entsprechende Information soll an alle Versicherten gehen, die mindestens 27 Jahre alt sind und 5 Jahre versichert sind. Informiert wird über die zu erwartende Rente bei gleich

    Kein Glaube an gesetzliche Rentenversicherung
    Die Altersvorsorge gehört zu den vieldiskutierten Themen. 80 Prozent der Deutschen glauben nicht, dass die Politik die aktuelle Schieflage der Rentenversicherung in den Griff bekommt. 93 Prozent der Bundesbürger sind der Auffassung, dass das Ihr Lebensstandart im Rentenalter unter ihrem heutigen Standart liegen wird. Nur noch ca. 8 Prozent glauben, dass die gesetzliche Rente sicher

    Höhere Versicherungssteuer könnte weniger einbringen
    Wenn man den Berechnungen des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) glauben darf, dann begeht die Politik mit der Anhebung der Versicherungssteuer denselben Fehler wie bereits bei der Tabaksteuer. Der frühere Finanzminister Hans Eichel hatte die Abgaben auf Zigaretten in mehreren Schritten angehoben – mit dem Ergebnis, dass immer mehr Raucher sich mit ‚"Schwarz-Zigaretten" versorgten und das Steueraufkommen

    Löcher in den Sozialversicherungs-Kassen durch Minijobs
    Mit den vor Jahren eingeführten Minijobs hat die Politik ein neues Problem geschaffen. Viele ehemalige Vollzeitstellen wurden in mehrere Minijobs ungewandelt. Diese sind jedoch für den Arbeitnehmer sozialversicherungsfrei, der Arbeitgeber zahlt nur eine Pauschale. Die Folge: Die Einnahmen in der Renten- und Krankenversicherung sanken rapide.
    Nun versucht die Große Koalition in Berlin gegenzusteuern und erwägt, die