Rentenversicherung musste Kredit aufnehmen

Die Rentenversicherung erlebte Ende 2005 eine traurige Premiere: Erstmals seit ihrer Einführung war die Rentenkasse so leer, dass die anstehenden Zahlungen an die Millionen Leistungsbezieher nicht mehr aus vorhandenen Mitteln geleistet werden konnten.

Um die Renten auszahlen zu können, war die Aufnahme eines Kredites beim Bundesfinanzminister nötig. 900 Millionen Euro lieh sich die Kasse im November beim Bund, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Durch die Weihnachtsgeldzahlungen entspannte sich die Situation im Dezember wieder, das Darlehen wurde zurückgezahlt. 2006 fließen 13 Monatsbeiträge der Arbeitgeber in die Rentenkasse. Dieser zusätzliche Geldsegen, der durch eine Umstellung bei den Zahlungsterminen zustande kommt, wird im laufenden Jahr für einen Überschuss sorgen. Schon 2007 jedoch fällt dieser Effekt weg. Experten warnen, dass dann erneut Kreditaufnahmen beim Bund erforderlich werden – diesmal jedoch noch in weitaus größerem Umfang als im November 2005.

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