Beitragsfreie Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung beitragsfrei gestellt ist, hat der Versicherungsnehmer in der Regel keinen Anspruch aus dem Versicherungsvertrag.

Es gibt allerdings Ausnahmen. Dies wurde in einem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe festgelegt. Verhandelt wurde ein Fall, in dem der Versicherungsnehmer zum 01.05.2005 Beitragsfreistellung für seine Berufsunfähigkeitsversicherung erreicht hat. Zu diesem Zeitpunkt wusste er noch nicht, dass er rückwirkend zum 25.06.04 berufsunfähig werden würde. Die Versicherung verweigerte den von Ihm gestellten Rentenanspruch.

Der Versicherte bekam vor Gericht Recht. Die Versicherung müsste entsprechend regulieren. Die Begründung des Gerichtes lag darin, dass der Versicherungsnehmer zu dem Zeitpunkt zu dem er Berufsunfähig geworden ist, noch über einen gültigen Vertrag verfügte. Die Versicherung sei daher noch nicht beitragsfrei gestellt gewesen.

Kostenloser & unverbindlicher Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich

Das könnte sie auch interessieren:

    Schuldlos geirrt bei Gesundheitsfrage
    Wenn sich ein Versicherer bei der Beantwortung von Gesundheitsfragen schuldlos geirrt hat, so führt dies nicht zum Verlust des Versicherungsschutzes. Dies ergab ein Urteil des Saarländischen Oberlandesgerichtes in Saarbrücken. Das Gericht vertrat die Meinung, dass dies der Fall sei, wenn ein Versicherungsagent den Sinn und den Zweck der jeweiligen Frage verdeckt hat.
    In dem Urteil

    Berufsunfähigkeit bei Burnout-Syndrom
    Erstmalig wurde von einem Gericht jetzt ein Burnout-Syndrom als Anlass für eine Berufsunfähigkeit anerkannt. Dies hatte zur Folge, dass die Versicherung leistungspflichtig wurde.
    Das Burnout-Syndrom kommt besondere häufig bei Führungskräften vor, die in Ihrem Job viel Verantwortung und damit auch Druck haben. Die Zahl der psychisch Kranken, die dadurch Berufsunfähig werden hat in den letzten

    Unfallversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung
    Häufig stellt sich die Frage, ob neben einer Unfallversicherung auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung nötig ist bzw. Sinn macht. Da der wesentliche Unterschied in dem Zeitpunkt der Leistung liegt, sind beide Versicherungen auf jeden Fall sinnvoll.
    Die Unfallversicherung zahlt bereits, wenn nach einem Unfall eine Beeinträchtigung vorliegt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung macht eine Leistungspflicht abhängig von dem Grand der

    Berufsunfähigkeit bei Auszubildenden
    Dürfen Azubis Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Oberlandesgericht Dresden und kam zu der Entscheidung, dass auch Ausbildungen im Sinne eines Berufes zu verstehen sind und dass die in dem Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung angegebenen Tätigkeiten unter die vertraglich festgelegten Bedingungen einer Berufsunfähigkeit fallen.
    Im aktuellen Fall erlitt eine junge Frau

    Was ist beim Abschluss zu beachten?
    Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten auf jeden Fall diese 6 Punkte beachtet werden, damit die Absicherung im Schadensfall auch ausreichend sichergestellt ist bzw. der Versicherungsschutz seitens des Versicherers nicht in Frage gestellt werden kann:
    1. Angemessene Versicherungssumme im Vergleich zum Einkommen.
    2. Die Laufzeit des Vertrages berücksichtigen. Optimalerweise läuft die Versicherung mindestens bis zum 63. Lebensjahr. Besser