Lebensversicherung: Begünstigten-Regelung überprüfen

Wer eine Lebensversicherung abschließt, leistet nicht nur einen Beitrag zu seiner Altersversorgung. Er sichert auch seine Angehörigen für den Fall ab, dass ihm etwas zustößt. Beim Abschluss des Vertrages gibt der Versicherte einen Begünstigten an, der im Todesfall die Versicherungssumme erhalten soll.

Verheiratete setzen als Begünstigten normalerweise ihren Ehepartner ein. Trennt sich das Paar später, sollte der Lebensversicherungskunde die Begünstigten-Regelung unbedingt den veränderten Bedingungen anpassen – und beispielsweise einen neuen Lebenspartner oder seine Kinder einsetzen.

Ansonsten bleibt der geschiedene Ehepartner begünstigt – selbst wenn es erkennbar der Wunsch des Verstorbenen war, dem “Ex” nichts von seinem Vermögen zu vermachen und wenn der frühere Partner im Testament keine Erwähnung findet.

Nur eine zeitige Änderung der Begünstigten-Regelung kann Erbstreitigkeiten, wie sie die Gerichte immer wieder beschäftigen, verhindern.

Das könnte sie auch interessieren:

    Private Rentenversicherung im Scheidungsfall
    Bei einer privaten Rentenversicherung wird im Todesfall sehr häufig der Ehepartner als Bezugsberechtigter eingetragen. Sollte es in den nächsten Jahren zu einer Scheidung kommen, sollte dem Versicherten bewusst sein, dass der dann geschiedene Ehepartner weiterhin bezugsberechtigt bleibt.
    Die Begründung für diese Situation liegt darin, dass die Erklärung zur Bezugsberechtigung im Zweifelsfall auszulegen ist. Abzustellen

    Enkelkinder sind nicht automatisch in der Rechtsschutzversicherung mitversichert
    Das Kammergericht Berlin urteilte im letzten Dezember, dass Enkelkinder nicht zu dem in einer Rechtsschutzversicherung begünstigten Personenkreis gehören. Dies gilt auch dann, wenn die Enkelkinder und ihre Eltern im Haus der Großeltern leben und diese die Familie finanziell unterstützt, berichtet die Ansahl Consulting GmbH.
    Im konkreten Fall hatte ein Versicherter geklagt, dessen Rechtsschutzversicherung die Übernahme von

    Volle Leistungen für Kinder säumiger Mitglieder
    Zukünftig sollen Kinder die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung erhalten, auch wenn die Hauptversicherten selbst mit den Beitragszahlungen in Rückstand geraten sind. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zufolge gilt des Ruhen des Leistungsanspruchs bei säumigen Mitgliedern nicht für deren mitversicherte Kinder und auch nicht für deren Ehepartner.
    Diese Antwort wurde auf die Anfrage des Bundestagsabgeordneten Harald Terpe

    Bausparverträge können übertragen werden
    Der Bundesverband Deutscher Banken weist darauf hin, dass Bausparverträge auf Angehörige übertragen werden können, wenn Verbraucher ihren Vertrag selbst nicht einsetzen möchten. Grundsätzlich liegt es im Ermessen der Bausparkasse, einer Übertragung zuzustimmen, doch in der Regel haben Bausparkassen nichts dagegen, den Anspruch auf ein zinsloses Darlehen auf Angehörige zu übertragen.
    Voraussetzung für die Übertragung ist jedoch,

    Auch eine Rentenversicherung kann Angehörige finanziell absichern
    ‚"Falls mir etwas zustößt, soll meine Familie abgesichert sein." Diesen Satz hören Versicherungsvertreter häufig. Klassische Instrumente, um diese Absicherung zu erreichen, sind Risiko-Lebensversicherungen und Kapital-Lebensversicherungen mit einer entsprechenden Begünstigten-Regelung.
    Weniger bekannt: Auch eine private Rentenversicherung bietet einen gewissen finanziellen Schutz für die Hinterbliebenen. Denn bei den meisten Rentenversicherungstarifen wird die Rentenzahlung für eine bestimmte Anzahl von