Vorsicht bei Bürgschaften

Viele Menschen geben für Freude, Bekannte, Verwandte oder Geschäftspartner eine Bürgschaft ab, ohne sich über die evtl. Folgen im Klaren zu sein. Es ist aber auf jeden Fall sinnvoll, sich im Vorwege damit zu beschäftigen, was eine Bürgschaft rechtlich eigentlich bedeutet.

Bei Abgabe einer Bürgschaft beispielsweise für einen privaten Kredit eines Verwandten haftet der Bürge für die gesamte Kreditsumme inkl. aller Zinsen, für den Fall, dass der Darlehensnehmer nicht mehr zahlen kann. Der Bürge hat jedoch im Gegenzug keinen Anspruch auf z. B. das finanzierte Fahrzeug oder Haus.

Eine Alternative kann z. B. ein privater Darlehensvertrag sein, beim dem man dem Angehörigen sein Geld direkt leiht und die Darlehenshöhe und die Rückzahlungsmodalitäten geklärt werden. Beim Abschluss eines Leasingvertrages kann eine Mitverpflichtung eine sinnvolle Alternative sein. Im Gegensatz zur Bürgschaft hat der Mitverpflichtete auch Rechte am Vertrag und nicht nur Pflichten. Er ist ebenso Vertragspartner wie der Leasingnehmer.

Also immer vorsichtig sein, bei der Unterschrift unter eine Bürgschaft und im Zweifelsfall zunächst Alternativen prüfen.

Das könnte sie auch interessieren:

    Pflegebedarf bei alten Menschen wächst
    Das die deutsche Gesellschaft zunehmend altert ist sicherlich ungestritten. In diesem Zusammenhang steigt logischerweise auch die Zahl der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen. Derzeit werden bereits ca. 1,4 Millionen Menschen von Pflegediensten oder von Ihren eigenen Angehörigen versorgt.
    Eine Aktuelle Umfrage hat ergeben, dass ca. zwei Drittel der Bundesbürger dazu bereits wären, ihre Angehörigen selbst zu

    Haftpflichtversicherung – was müssen Angehörige von Demenzkranken beachten?
    Die Lebenserwartungen der Menschen, die unter Demenz leiden, steigt stetig an und in diesem Zusammenhang ist es für die Angehörigen wichtig, auch eine bereits bestehende Haftpflichtversicherung zu überprüfen. Der Verein „Geld und Verbraucher“ hat zu diesem Thema jetzt Tipps und Empfehlungen veröffentlicht, die praktische Hilfen rund um das Thema Demenz anbietet. Es gibt nicht nur

    Enterbte haben höheren Anspruch auf Lebensversicherung
    Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von enterbten Angehörigen bei ihrem Pflichtanteil von Lebensversicherungen gestärkt. Demnach muss sich die Höhe des so genannten Pflichtteilergänzungsanspruches in Zukunft nicht nach der Summe der eingezahlten Prämien, sondern nach dem Rückkaufswert oder Marktwert der Lebensversicherung zum Todeszeitpunkt des Erblassers richten (Az.: IV ZR 73/08 und IV ZR 239/08).
    Die Richter

    Auch außerhalb der Pflegeversicherung gibt es Hilfe für Demenzkranke
    Da Demenzkranke in der Regel anfangs noch körperlich agil und mobil sind, erhalten sie oft keine oder nur wenig Unterstützung von der gesetzlichen Pflegeversicherung. Meistens zahlt die Pflegeversicherung nur einen Zuschuss von 100 Euro monatlich (in schweren Fällen bis zu 200 Euro monatlich) zu den Betreuungskosten. Trotzdem ist der Pflegeaufwand für Demenzkranke erheblich, deshalb hat

    Verbraucherschützer raten von 48h-Unfallschutz ab
    Die Ergo Direkt Versicherungen bieten seit kurzem einen Unfallschutz für Kurzenschlossene an. Der “Unfall-Schutz 48” betet einen Unfallschutz für 48 Stunden für gerade einmal 99 Cent. Dieser Versicherungsbeitrag wird über die Mobilfunkrechnung bezahlt, so dass Kunden die Versicherung auch unterwegs abschließen können. Alles, was sie dafür brauchen, ist ein iPhone und die kostenlose App “Unfall-Schutz