Keine allzu große Auswahl – Fahrradversicherungen im Test

Die Stiftung Warentest hat sich die Fahrradversicherungen einmal genauer angesehen, und zwar für Fahrräder mit oder ohne elektrische Unterstützung. Preise und Leistungen gehen dabei sehr weit auseinander und nach Ansicht der Stiftung Warentest ist es auch nicht ganz so einfach, eine Versicherung für das Fahrrad abzuschließen. 25 Tarife von elf Anbietern wurden verglichen und welcher Tarif der richtige ist, das ist von mehreren unterschiedlichen Kriterien abhängig.

Die Bedingungen der Versicherungen

Ob ein Fahrrad überhaupt versichert sein muss, das hängt zum einem vom Preis des Rades und zum anderen von seinem Alter ab. So ist es bei einigen Versicherungen gar nicht möglich, ein Rad zu versichern, wenn es älter als 36 Monate ist. Bei anderen Versicherungen sind gebraucht gekaufte Räder vom Versicherungsschutz ausgeschlossen und wieder andere Versicherer bieten den Schutz nur für bestimmte Marken an. Beinahe ein Drittel der Tarife gelten nur für maximal drei bis fünf Jahre und wer mit dem Rad auf Weltreise gehen möchte, der kann einen zusätzlichen Tarif bekommen, der auch außerhalb von Europa gilt oder zeitlich begrenzt ist. Das Angebot wird noch kleiner, da einige Versicherungen nur über ausgesuchte Fahrradhändler abgeschlossen werden können.

Welche Leistungen werden angeboten?

Wenn es um die Leistungen geht, die die Fahrradversicherungen anbieten, dann ist die Auswahl allerdings ziemlich groß. So werden die Räder gegen einen einfachen Diebstahl, aber auch gegen Einbruchsdiebstahl versichert. Unfälle und Stürze sind ebenso versichert wie auch Schäden an der Elektronik und Feuchtigkeit, jedoch nicht jede Assekuranz versichert gegen Vandalismus. Es kommt auch nicht jede Versicherung infrage, falls ein teures Rad gegen Raub abgesichert werden soll. Vielseitig sind auch die Art und die Höhe der Versicherungsleistungen, wenn es zu einem Schadensfall kommt. In der Regel gilt eine Entschädigung zum Neuwert, aber zum Teil wird auch nur der Zeitwert ersetzt und bei einigen Versicherern ist das Alter des Rads zum Zeitpunkt des Schadens von Bedeutung.

Wie teuer ist eine Fahrradversicherung?

Bei gut einem Drittel der Versicherungen wird ein Selbstkostenbeitrag vereinbart, der normalerweise fünf bis zehn Prozent der Entschädigungssumme ausmacht. Wer zum Beispiel sein neues E-Bike versichern will, das 4000 Euro gekostet hat, zahlt in der Regel nicht mehr als 100,- Euro pro Jahr. Es gibt allerdings auch Versicherungen, die 550,- Euro verlangen. Sieben Versicherungen haben von der Stiftung Warentest die Note „gut“ bekommen, da sie zum einen besonders günstig waren und zum anderen das beste Leistungsangebot hatten.

Bild: © Depositphotos.com / ginasanders

Das könnte sie auch interessieren:

    Fahrradversicherung von ERV im Schnelltest
    Die Stiftung Warentest hat sich die neue Fahrradversicherung der ERV in einem Schnelltest genauer angesehen. Die Police sichert Fahrräder gegen Diebstahl, Beschädigungen und Totalschaden zuhause und auf Reisen (In- und Ausland). Die Beitragshöhe hängt von dem Wert des Fahrrades ab: Für ein 500 Euro teures Fahrrad werden im Tarif L der ERV 49 Euro Jahresbeitrag

    Fahrrad-Diebstahlschutz meist teuer
    Fahrradbesitzer haben zwei Möglichkeiten, ihr Fahrrad gegen Diebstahl abzusichern: über die Hausratversicherung oder über eine spezielle Fahrradversicherung. Die Stiftung Warentest hat die beiden Möglichkeiten miteinander verglichen und festgestellt, dass spezielle Fahrradversicherungen zwar meistens einen besseren Schutz bieten, aber auch deutlich teurer sind als normale Hausratversicherungen. Eine solche Versicherung kostet für ein 500 Euro teures Rad

    Autoversicherung Test: Stiftung Warentest Kfz Versicherung Test 2010
    Die Stiftung Warentest hat pünktlich zur Wechselsaison der Kfz Versicherungen mehrere Autoversicherungstarife genauer unter die Lupe genommen und die Angebote miteinander verglichen. Aufgrund des harten Preiskampfs bei den Anbietern raten die Experten erneut zum Vergleich der Tarife.
    Versicherungsnehmer können ihre aktuelle Autoversicherung bis zum 30. November 2010 wechseln. Durch einen Wechsel lassen sich nach Angaben der

    PKV-Wechsel kann Vorteile bringen
    Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass der Wechsel innerhalb der PKV mit deutlichen Vorteilen verbunden sein kann. Zu einem neuen Anbieter zu wechseln, ist oft schwierig, aber der Wechsel in einen anderen Tarif bei dem gleichen Anbieter ist durchaus möglich. Eine neue Gesundheitsprüfung darf der Versicherer in diesem Fall nur dann fordern, wenn der

    Stiftung Warentest testet Senioren-Unfallversicherung
    Wenn Senioren einen Unfall haben, kann eine Unterstützung im Haushalt (z. B. beim Einkaufen oder beim Duschen) danach sehr hilfreich sein – besonders für alleinstehende Senioren. Um solche Hilfsdienste wie die Malteser oder Johanniter kostengünstig in Anspruch nehmen zu können, bietet sich eine Senioren-Unfallversicherung an. Die Stiftung Warentest hat 32 verschiedene Tarife solcher Versicherungen unter

Ulrike