Was sollte bei einer Zahnzusatzversicherung beachtet werden?

Ein Besuch beim Zahnarzt kann sehr schnell sehr teuer werden. Zahnzusatzversicherungen hingegen sind günstig und das macht diese Versicherungen so erfolgreich. Es gibt jedoch einige Tücken und Fallstricke, die sich als teure Fehler entpuppen können. Daher ist es sehr wichtig, dass vor dem Abschluss einer Zahnzusatzversicherung auch das berühmte Kleingedruckte sehr genau gelesen wird. Ein aktueller Ratgeber der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zeigt, worauf man achten sollte, damit schöne Zähne nicht zu einer Kostenfalle werden.

Wann lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung?

Bevor eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, sollte zunächst einmal geprüft werden, welche Leistungen die gesetzliche Krankenkasse übernimmt und wie hoch der Selbstkostenanteil ist. Wer Geld sparen möchte, der sollte die Versicherung für die Zähne nach Möglichkeit noch vor dem 40. Geburtstag abschließen, denn danach wird es richtig teuer. Eine Zahnzusatzversicherung ist eine gute Idee, wenn in der Zukunft mit aufwendigen Behandlungen gerechnet werden muss, wer von Natur aus gesunde Zähne hat und bislang wenige Zahnarztbesuche verbuchen konnte, der wird aller Wahrscheinlichkeit nach auch ohne die Zusatzversicherung auskommen.

Teure Leistungen sind meist ausgeschlossen

Inlays und Implantate gehören zu den Maßnahmen, die besonders teuer sind und daher schließen viele Zahnzusatzversicherungen diese Leistungen aus. Es gibt jedoch Alternativen, zum Beispiel, wenn sich der Versicherte bereit erklärt, einen Teil der Kosten selbst zu übernehmen. Wer Vorerkrankungen hat und aufgrund dieser Vorerkrankungen gerne Implantate möchte, der hat so gut wie keine Chance, von einer Zusatzversicherung angenommen zu werden.

Beratung durch den Zahnarzt

Bevor eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, sollte man sich ausführlich von einem Zahnarzt beraten lassen. Der Zahnarzt kann immer am besten beurteilen, ob sich die Zusatzversicherung lohnt oder eher nicht. Der Arzt kann abschätzen, ob man anfällig für Zahnkrankheiten ist und wenn es die Vermutung gibt, dass umfangreiche Behandlungen notwendig werden, dann lohnt sich die Versicherung für die Zähne, die die hohen Kosten abfedern kann.

Auf die Wartezeiten achten

Eine der Tücken im Vertrag einer Zahnzusatzversicherung sind die zum Teil sehr langen Wartezeiten. So übernehmen viele Versicherungen in der Regel in den ersten drei bis fünf Jahren nicht vollständig die Kosten für bestimmte Leistungen, das heißt, die Versicherten müssen selbst in die Tasche greifen. Es gibt sogar Versicherungen, die in den ersten sechs bis acht Monaten Leistungen aller Art verweigern. Die Versicherungen wollen durch dieses Verhalten sicherstellen, dass die Police nicht nur deshalb abgeschlossen wird, weil es bereits Vorerkrankungen gibt.

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Ulrike