Anzeigefrist nicht versäumen

Achtung im Schadensfall. Bei einer Invalidität muss der Betroffenen nach einschlägigen Versicherungsbedingungen beweisen, dass die Invalidität innerhalb von einem Jahr nach dem Unfall eingetreten ist. Die entsprechende ärztliche Feststellung muss zudem 15 Monate nach dem Unfall vorliegen. Dies geht aus einem Urteil des OLG Saarbrücken hervor.

Dabei hatte ein Versicherter gegen seine Unfallversicherung geklagt, da er sein Handgelenk aufgrund eines Unfalls nicht mehr voll belasten kann. Es lag jedoch ein ärztlicher Bericht vor, nachdem das Handgelenk voll belastbar sein (ca. 1 Jahr nach dem Unfall). Die Probleme mit dem Handgelenk bekam der Kläger erst nach dem Ablauf von einem Jahr.

Das OLG meldetet Zweifel an, ob die Invalidität überhaupt als Folge des Unfalls entstanden sei. Die Beweispflicht lege hierbei beim Kläger. Da die von ihm angegebenen Beschwerden erst nach mehr als einem Jahr aufgetreten seien und er die 15 monatige Frist zur entsprechenden ärztlichen Feststellung nicht eingehalten hat, wurde die Klage abgewiesen. Auch die Tatsache, dass die Unfallversicherung den Kläger auf diese Fristen nicht hingewiesen hatte, stufte das OLG als unerheblich ein.

Das könnte sie auch interessieren:

    Unfallversicherung muss nicht auf Fristen hinweisen
    Eine Unfallversicherung ist nicht verpflichtet ein Unfallopfer darauf hinzuweisen, dass es eine Invalidität innerhalb von 15 Monaten geltend gemacht werden muss. So entschied das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken in einem Urteil.
    Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die Unfallversicherung anhand der Unterlagen erkennen kann, dass dem Versicherungsnehmer eine Invalidität droht (Aktenzeichen: 5 U 222/06-37). Mit

    Unfall schnell der Unfallversicherung melden
    Wie aus einer Entscheidung des Landgerichts Bad Kreuznach hervorgeht, muss ein Unfall, der vermeintlich von der Unfallversicherung abgedeckt ist, unmittelbar nach dem Ereignis gemeldet werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass der Betroffene keine Leistung von der Versicherung erhält (Az.: 3 O 130/10).
    Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass eine erheblich verspätete Unfallanzeige zur Folge hat,

    Krankheiten durch Unfälle können sich anspruchsmindernd auswirken
    Nach einem Urteil des Landgerichts Flensburg aus dem letzten Jahr können sich auch solche Krankheiten anspruchsmindernd auf die private Unfallversicherung auswirken, die der Versicherte als Folge eines Unfalls während der Versicherungsdauer entwickelt hat. Mit diesem Urteil wies das Gericht die Klage eines Versicherungsnehmers gegen seine Unfallversicherung zurück.
    Im konkreten Fall hatte der Kläger im Jahr 1999

    15-Monats-Frist bei Unfallversicherung
    In einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz wurde die Bedeutung der Einhaltung der 16-Monats-Frist bei der Meldung eines Unfalls gegenüber einer privaten Unfallversicherung erneut herausgestellt. Das OLG Koblenz bestätigte erneut, dass Ansprüche, die gegen die private Unfallversicherung geltend gemacht werden möchten, innerhalb von 15 Monaten nach dem Unfall gemeldet werden müssen (Az.: 10 U 234/08).
    Im

    Unfallversicherung: Eindeutige Invaliditätsfeststellung notwendig
    Die durch einen Unfall verursachte Invalidität muss von einem Arzt festgestellt werden können, nur dann hat ein Versicherter Anspruch auf die Leistungen aus seiner Unfallversicherung. Nach einem Urteil des Landgerichts Darmstadt reicht die Ableitung der Invalidität aus einem anderen Gutachten hierfür nicht aus, selbst wenn in dem Gutachten von erwarteten “dauerhaften Beeinträchtigungen” die Rede ist