Lieferheld ist an der Börse – alle Erwartungen wurden übertroffen

„Essen ist da!“ Diesen Werbeslogan kennen viele, wenn es um Lieferdienste geht, aber nicht alle wissen, dass der Lieferdienst, der hinter dieser Werbung steht, sehr erfolgreich an der Börse gestartet ist. Genau genommen ist ja auch nicht Lieferheld an die Börse gegangen, sondern der Mutterkonzern, zu dem Lieferheld gehört. Delivery Hero heißt dieser Konzern, was übersetzt übrigens auch Lieferheld bedeutet, und der Börsengang war der bisher erfolgreichste Gang an die Börse des Jahres 2017.

Ein sehr erfolgreiches Start-up

Als Delivery Hero vor sechs Jahren als Start-up gegründet wurde, konnte niemand ahnen, wie erfolgreich das Ganze werden würde. Heute hat das Unternehmen einen Wert von 4,6 Milliarden Euro und neben Lieferheld gehören auch noch Pizza.de, Foodora und Foodpanda zum Konzern. Neben Zalando und Rocket Internet ist Delivery Hero das dritte deutsche Start-up, das so erfolgreich an der Börse gestartet ist. Zum Handelsstart notierte die Aktie 26,90 Euro und stieg dann recht zügig um 5,5 % an. Den Anlegern waren die 39 Millionen Aktien für einen Stückpreis von 25,90 Euro angeboten worden, was am Ende des Handelstages rund eine Milliarde Euro für Delivery Hero bedeutete.

Ein internationales Unternehmen

2011 gegründet, wuchs Delivery Hero in den nächsten Jahren sehr schnell an. Nach eigenen Angaben nutzen weltweit 2,7 Milliarden Menschen den Lieferdienst und die Kunden werden von mehreren tausend Fahrern mit Essen versorgt. 6000 Angestellte hat das Unternehmen heute und in 42 Ländern in Europa, in Asien, in Nordafrika, Lateinamerika und auch im Mittleren Osten liefert Delivery Hero Essen von 150.000 Restaurants, die mit dem Unternehmen in Kooperation stehen.

Die Branche war sehr gespannt

Am 6. Juni hatte Delivery Hero bekannt gegeben, dass man an die Börse gehen wird, und die Branche wartete gespannt darauf, wie das deutsche Start-up-Unternehmen starten würde. Die Spannung resultierte vor allem aus der Tatsache, dass das Unternehmen trotz seiner hohen Verluste sehr hoch bewertet wurde. Bei 4,4 Milliarden Euro lag die Bewertung, was ungefähr halb so hoch ist wie die der Lufthansa, eine der größten Fluglinien der Welt. Der Chef von Delivery Hero, Niklas Östberg war sich aber von Anfang an sicher, dass es mit dem Börsengang klappen wird, denn die Nachfrage nach den Aktien des Lieferdienstes haben den Umfang des Angebots sehr deutlich überschritten.

Bild: © Depositphotos.com / decathlon1

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