Was ist der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeit und Erwerbsunfähigkeit?

Der Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeit und einer Erwerbsunfähigkeit ist relativ einfach erklärt. Eine Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben kann.

Erwerbsunfähigkeit liegt jedoch erst vor, wenn der Versicherte nicht mehr in der Lage ist, eine Tätigkeit auszuüben. Die Art und der Umfang dieser Tätigkeit sind ¬†dabei nicht entscheidend.

Nimmt man als Beispiel einen ungelernten Hilfsarbeiter, so sind für diesen Arbeitnehmer viele unterschiedliche Tätigkeiten möglich. Eine Versicherung gegen Berufsunfähigkeit wird in diesem Fall wahrscheinlich nicht die richtige Absicherung sein, da das Spektrum der möglichen Tätigkeiten sehr groß ist. Für einen gelernten Facharbeiter hingegen kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung erheblich sinnvoller sein, da diese bereits zahlt, wenn der erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, unabhängig davon, ob der Versicherte erwerbsunfähig ist.

Beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden daher von der Versicherung im Vorwege diverse Untersuchungen, Bestätigungen und Angaben angefordert.

Im Einzelfall sollte man sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen, welche Versicherung für die persönliche Situation am besten geeignet ist.

Kostenloser & unverbindlicher Berufsunfähigkeitsversicherung Vergleich

Das könnte sie auch interessieren:

    Kein Krankentagegeld bei Berufsunfähigkeit
    Die Aspect Online AG weist darauf hin, dass eine private Krankenversicherung nur dann Krankentagegeld bezahlt, wenn der Versicherte nicht berufsunfähig ist. Liegt eine Berufsunfähigkeit vor, so verfällt der Anspruch auf Krankentagegeld. Dies ist auch dann der Fall, wenn der Versicherte weiterhin seinen Beruf ausüben kann, bestätigte das Oberlandesgericht Köln in einem Urteil (Az.: 20 U

    Berufsunfähigkeit bei Auszubildenden
    Dürfen Azubis Leistungen der Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Oberlandesgericht Dresden und kam zu der Entscheidung, dass auch Ausbildungen im Sinne eines Berufes zu verstehen sind und dass die in dem Antrag zur Berufsunfähigkeitsversicherung angegebenen Tätigkeiten unter die vertraglich festgelegten Bedingungen einer Berufsunfähigkeit fallen.
    Im aktuellen Fall erlitt eine junge Frau

    Präzise Berufsbeschreibung in der BU-Versicherung
    Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln erfordert die Inanspruchnahme von Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung eine präzise Arbeitsbeschreibung. Aus dieser muss hervorgehen, welche konkrete Arbeit der Versicherte in welchem Umfang ausgeübt hat (Az.: 5 U 237/06).
    Im konkreten Fall ging es um einen Fahrlehrer, der einen Bandscheibenvorfall erlitt. Weil er deshalb seine Tätigkeit als Fahrlehrer zu mindestens

    Verbraucherschützer warnen vor billigen Erwerbsunfähigkeitsversicherungen
    Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Inzwischen bieten einige Versicherungsunternehmen, besonders günstige Policen einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne umfassende Gesundheitsprüfung an. Dazu gehört z.B. die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der Generali, für die die Verbraucher nur zwei Gesundheitsfragen beantworten müssen und die vergleichsweise günstige Tarife anbieten. Auch die AXA hat mit der sogenannten Existenzschutzversicherung ein ähnliches Modell

    Unfallversicherung vs. Berufsunfähigkeitsversicherung
    Häufig stellt sich die Frage, ob neben einer Unfallversicherung auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung nötig ist bzw. Sinn macht. Da der wesentliche Unterschied in dem Zeitpunkt der Leistung liegt, sind beide Versicherungen auf jeden Fall sinnvoll.
    Die Unfallversicherung zahlt bereits, wenn nach einem Unfall eine Beeinträchtigung vorliegt. Die Berufsunfähigkeitsversicherung macht eine Leistungspflicht abhängig von dem Grand der