OneCoin – warum diese Währung so gefährlich ist

In Zeiten niedriger Zinsen überlegen immer mehr Anleger, wo sie ihr Geld noch gewinnbringend anlegen können. Aktien sind nur für diejenigen interessant, die sich mit dem Handel auskennen und ein gewisses Risiko nicht scheuen, das Gleiche gilt auch für den Handel mit Derivaten. Risikoarm sollte die Anlagemöglichkeit sein und sie soll natürlich eine gute Rendite bringen, aber gibt es solche Anlagen wirklich? Offensichtlich ja, wenn man der Werbung für sogenannte OneCoin glauben darf.

Märchenhafte Rendite

Wirklich gute Renditen sind sehr selten ohne Risiko zu haben, aber bei OneCoin ist das angeblich anders. Was ist OneCoin? Es handelt sich dabei um eine Krypto-Währung, die vor allem unbedarften Anlegern buchstäblich das Blaue vom Himmel herunter verspricht. In der Regel sind es Bekannte und Freunde, die von märchenhaften Renditen erzählen und genau das macht OneCoin so problematisch und so gefährlich. Es sind die kleinen Sparer, denen versprochen wird, dass sie auch mit kleinen Summen zwischen 2000 und 10.000 Euro in nur wenigen Monaten mehrere tausend Euro verdienen können. Wer diesen Versprechen Glauben schenkt, der geht ein mehr als großes Risiko ein und kann sein ganzes Geld verlieren.

Was genau ist eigentlich OneCoin?

OneCoin wird als eine sichere Alternative zur bekannten Krypto-Währung Bitcoin angeboten und genau wie Bitcoins werden auch OneCoins digital errechnet. Beliebt ist die Währung vor allem bei Kriminellen, die mit OneCoins und Bitcoins im Darknet bezahlen. Die Währungen lassen sich nicht zurückverfolgen und garantieren so immer anonyme Transaktionen. Bitcoin ist auf diesem Sektor der größte Anbieter, mit denen auch in einigen Onlineshops und sogar in Geschäften bezahlt werden kann. Im Unterschied zu OneCoin ist Bitcoin tatsächlich eine gute Geldanlage, denn der Wert eines Bitcoins hat erst kürzlich die Marke von 3000 Dollar geknackt.

Nicht öffentlich

OneCoins werden nicht öffentlich gehandelt, sondern nur auf einer speziellen Webseite, auf der sie auch eingelöst werden können. Außenstehende können nie wissen, welchen Wert die Krypto-Währung gerade hat, und es darf stark bezweifelt werden, ob sie wirklich in nur wenigen Jahren 200-mal so wertvoll wie Bitcoins geworden ist. Verbraucherschützer warnen eindringlich davor, Geld in OneCoins anzulegen, auch dann, wenn Freunde und Bekannte noch so viel versprechen. Schon einmal hat die Finanzmarktaufsicht BaFin einige Konten gesperrt und jeden Finanztransfer nach Deutschland untersagt.

Bild: © Depositphotos.com / Elnur_

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Ulrike