Frauen, Kranke und Arbeitslose durch Rente mit 67 benachteiligt

Herbert Rische, Präsident der Deutschen Rentenversicherung hat sich deutlich gegen die vom Bundeskabinett beschlossene Rente mit 67 ausgesprochen. Vor allem die Ausnahmeregelung für langjährig Versicherte sei ungerecht, da sie bestimmte Personengruppen von vorneherein benachteilige. Arbeitslose und Versicherte, die wegen gesundheitlicher Einschränkungen die 45 Pflichtbeitragsjahre nicht erfüllen können, profitieren kaum von der Ausnahmeregelung, ebenso wie viel weniger Frauen die kompletten Pflichtbeitragsjahre vorweisen können als Männer, wie Zahlen aus dem Jahr 2004 belegen. Letztendlich könnte die Ausnahmereglung in ihrer jetzigen Form dem Gleichbehandlungsgebot widersprechen, die Gesetzgebung muss sich dem Entwurf annehmen. Die erste Lesung im Bundestag ist für nächste Woche geplant.

Das könnte sie auch interessieren:

    Frauen bei Altersvorsorge benachteiligt?
    Es ist ein Fakt: Frauen können sich Vorsorge oft nicht leisten. Das ist das Ergebnis einer im Auftrag der Postbank durchgeführten Studie. Viele Erklärungen, warum das so ist, gehen oft am Kern des Problems vorbei. Nicht in der Psyche liegt die Ursache, dass Frauen nicht so viel Geld zurücklegen wie Männer, sondern im geringeren Einkommen

    2010 kürzten Frauen ihre Altersvorsorge drastisch
    Nach einer Umfrage des Instituts Demoskopie Allensbach, die im Auftrag der Postbank durchgeführt wurde, haben berufstätige Frauen im letzten Jahr ihre Altersvorsorge-Ersparnisse drastisch reduziert. Lag der durchschnittliche monatliche Vorsorgebeitrag 2009 bei berufstätigen Frauen noch bei 200 Euro, betrug er 2010 nur noch 165 Euro, das sind fast 18% weniger.
    Dagegen haben Männer im vergangenen Jahr ihre

    Kfz-Versicherung kostet für junge Männer 30% mehr
    Eine Untersuchung des Verbraucherportals toptarif.de in Berlin hat ergeben, dass junge Männer bei der Kfz-Versicherung im Durchschnitt 30% mehr zahlen müssen als andere Versicherte. Bei dem Abschluss einer Kfz-Versicherung wird das Alter und auch das Geschlecht als Risikomerkmal abgefragt, auf deren Basis dann die Prämien berechnet werden.
    Ein Beispiel: Beim Branchprimus Allianz zahlt ein 21-jähriger Golf-Fahrer

    Riester-Rente: Vorteile für Männer verschwinden
    Versicherungen dürfen fortan keine Unterschiede mehr zwischen Frauen und Männern bei den Beiträgen für die Riester-Rente machen. Europäisches Recht schreibt ab dem kommenden Jahr die so genannten ‚"Unisex-Tarife" vor.
    Wenn man(n) einen Vertrag allerdings bis Silvester abschließt, gelten die bisherigen Tarife und Bedingungen. Das heißt: Männer zahlen einen niedrigeren Beitrag als Frauen und bekommen dafür eine

    Riester-Rente seit Jahresanfang für Männer teurer
    Seit Anfang 2006 herrscht bei vielen Versicherungstarifen ‚"Gleichberechtigung". Die EU-Kommission hatte gegen den heftigen Widerstand der Versicherungsbranche durchgesetzt, dass Frauen und Männer für ihre Versicherungen fortan die gleichen Beiträge zahlen müssen. Die Folge waren so genannte ‚"Unisex-Tarife", die in manchen Bereichen spürbare Nachteile für Männer mit sich bringen.
    Das gilt ganz besonders bei Altersvorsorgeprodukten wie der