Wann brauchen Bootsbesitzer eine separate Haftpflichtversicherung?

Normalerweise haben Bootseigner eine Haftpflichtversicherung, aber es gibt auch Schäden, die Dritte verursachen und die nicht von der Haftpflichtversicherung übernommen werden. Für diese Fälle gibt es eine besondere Bootshaftpflichtversicherung, die jeder Bootseigner haben sollte, der nicht auf den Kosten für eine Reparatur seines Bootes sitzen bleiben möchte.

Für wen ist die Bootshaftpflichtversicherung sinnvoll?

Der separate Schutz ist sowohl für Segelboote als auch für kleinere Yachten unerlässlich. Experten raten hier zu einer Deckungssumme vom mindestens fünf Millionen Euro für Sachschäden, aber auch für Personenschäden. Wenn der Bootsbesitzer selbst für einen Schaden an seinem Boot verantwortlich ist, dann kommt die Kaskoversicherung für den Schaden auf und bei grober Fahrlässigkeit sollte mit der Versicherung unbedingt ein Verzicht auf den Einwand vereinbart werden. Ist das nicht der Fall, dann nimmt der Versicherer Abzüge bei der Leistung vor, da der Eigner den Schaden ja selbst fahrlässig verursacht hat.

Auf die Bedingungen der Versicherung achten

Wenn ein Boot neu versichert werden soll, dann ist es wichtig, auf die Bedingungen der Versicherer zu achten, denn nur dann kann der Eigner sicher sein, dass er im Ernstfall keinen finanziellen Schiffbruch erleidet. So verlangen einige Versicherungen, dass das Boot ein in Serie gebautes Schiff sein muss, individuell angefertigte Boote müssen extra versichert werden. Auch die Flagge, unter der das Boot unterwegs ist, spielt bei vielen Versicherern eine Rolle, vielfach dürfen es nur die deutsche oder die österreichische Flagge sein. Nicht selten werden nur Boote versichert, die nicht älter aus 40 Jahre sind und deren Rumpf weder aus Holz noch aus Ferrozement bestehen darf. Ganz wichtig ist es, darauf zu achten, dass der Zeitwert stimmt, denn oftmals darf ein Zeitwert von über 70.000 Euro nicht überschritten werden.

Wer sich nicht sicher ist, welche Versicherung infrage kommt, der sollte sich die Vergleichsportale im Internet ansehen, denn dort sind alle aktuellen Konditionen wie auch die Bedingungen zu finden, die die Versicherungsgesellschaften stellen, wenn ein Boot versichert werden soll.

Bild: © Depositphotos.com / muscatello

Das könnte sie auch interessieren:

    Kfz-Versicherung: Bedingungen wichtiger als Beiträge
    Bis zum 30. November können alle Autofahrer noch ihre Kfz-Versicherungen kündigen, um sich für einen günstigeren Anbieter zu entscheiden. Viele Autofahrer achten dabei aber nur auf die Höhe des Beitrags, nicht auf die Bedingungen, was im Falle eines Falles teuer werden kann. Bianca Höwe vom Bund der Versicherten hat einige Eckpunkte aufgezählt, die in keiner

    Brauchen Auszubildende eine eigene Haftpflichtversicherung?
    Die Haftpflichtversicherung gehört zu den wichtigsten Versicherungen. Sie springt ein, wenn der Versicherte einen Schaden verursacht, und übernimmt die Kosten. Wer eine Ausbildung beginnt und sich damit beruflich auf die eigenen Beine stellt, sollte auch eine Haftpflichtversicherung haben. Aber es muss nicht unbedingt eine eigene Versicherung sein, viele Azubis können in der Haftpflichtversicherung der Eltern

    Haftpflichtversicherung hat hohe Priorität
    Die Haftpflichtversicherung hat unter der Vielzahl an möglichen Versicherungen eine sehr hohe Priorität. Jeder Verursacher haftet bei einem von ihm verschuldeten Schaden mit seinem gesamten Vermögen. Dies kann glimpflich abgehen, wenn z. B. nur ein Teller oder ein Tasse kaputt geht, kann aber auch teuer werden, insbesondere wenn Personen zu schaden kommen.
    Für solche Schäden

    Haftpflichtversicherung beim Umzug
    Wie die “Süddeutsche” berichtet, muss eine Haftpflichtversicherung nicht für Schäden aufkommen, die von Freunden beim Umzug verursacht werden. Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, das die Hilfe beim Umzug ein Freundschaftsdienst oder eine Gefälligkeit darstellt und diese von der Haftpflicht nicht abgedeckt seien. Dies kann korrigiert werden, wenn die fleißigen Helfer für ihre Unterstützung

    Haftpflichtversicherung beim Bauen
    Der Bund der Versicherten weißt darauf hin, dass eine Haftpflichtversicherung für Bauherren unumgänglich ist. Wer einen Hausbau plant sollte noch vor Baubeginn eine Haftpflichtversicherung abschließen, um bei eventuellen Schäden abgesichert zu sein.
    Der Bauherr haftet grundsätzlich für seine Baustelle. Wenn also Beispielsweise ein Besucher auf der Baustelle in eine unbeleuchtete Baugrube fällt, so haftet dafür

Ulrike