Kein Schadensersatz bei Diebstahl im Zug

Wer grob fahrlässig handelt und so einen Diebstahl provoziert, hat keinen Anspruch auf eine Erstattung des Schadens durch die Versicherung. Dies musste jetzt auch ein Mann am eigenen Leib erfahren, dem auf einer nächtlichen Zugfahrt eine teure Uhr vom Handgelenk entwendet wurde, während er schlief. Der Mann verlangte eine Erstattung des Schadens von seiner Versicherung, die dies jedoch ablehnte. Das Oberlandesgericht Düsseldorf gab der Versicherung recht und schloss sich deren Begründung an, wer zu tief schlafe, handele grob fahrlässig, wenn er sichtbar teure Gegenstände mit oder an sich führt, die zum Anreiz für potentielle Diebe werden könnten.

Das könnte sie auch interessieren:

    Gang am Anstieg nicht eingelegt
    Das Oberlandesgericht (OLG) in Karlsruhe hat in einem Rechtsstreit jetzt entschieden, dass ein Fahrzeughalter, der an einem Hang parkt und keine Gang eingelegt hat, grob fahrlässig handelt. Es reicht dabei nicht aus, nur die Handbremse anzuziehen. Die Versicherung muss bei einem Unfall dann nicht zahlen.
    I n dem verhandelten Fall hatte ein Mann seinen Wagen

    Aufsicht über den Herd
    Nach einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf, muss ein Topf mit erhitztem Öl vom Herd genommen werden, wenn man den Raum verlässt, ansonsten handelt man grob fahrlässig (Az. 9 O 132/09).
    Im konkreten Fall hatte ein Versicherter in einem offenen Behälter Öl auf dem Herd erhitzt und den Raum verlassen. Das Öl entzündete sich und ein Brand

    Bei falscher Schadensanzeige muss Kfz-Versicherung nicht zahlen
    Wie das Oberlandesgericht in einem aktuellen Urteil entschieden hat, muss eine Kfz-Versicherung nicht zahlen, wenn der Versicherte falsche Angaben in der Schadensanzeige gemacht hat. Dies gilt auch dann, wenn sich die falsche Angabe auf den Vorsteuerabzug bezieht.
    Im aktuellen Fall, bei dem das Urteil des Landgerichts Karlsruhe aufgehoben wurde, ging es um eine Frau, die im

    Unfall durch Unaufmerksamkeit
    Allein die Tatsache, dass ein Autofahrer während der Fahrt kurz unaufmerksam gewesen ist, reicht nicht aus, das die Vollkaskoversicherung im Falle eines Unfalls nicht zahlen muss. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichtes in Hamm hervor.
    In dem verhandelten Fall hatte der Fahrer eines Fahrzeuges die Kontrolle über den PKW verloren, war von der Fahrbahn

    Bei Abwesenheit Fenster schließen
    Wenn durch ein gekipptes Fenster eingebrochen wird, kann die Hausratversicherung in bestimmten Fällen die Kostenübernahme für den Schaden verweigern. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem jetzt veröffentlichten Urteil (Az.: 11 O 205/06) aus dem letzten Jahr.
    Im konkreten Fall hatte der Kläger sein Schlafzimmerfenster in Kippstellung belassen, als er für 10 Stunden die Wohnung verließ.