SPD schlägt Kompromiss zur Eigenheim-Förderung vor

Im Koalitionsvertrag wurde die Integration des Wohneigentums in die geförderte Altersvorsorge als Ziel festgelegt, doch eine Einigung über die konkrete Umsetzung steht bislang noch aus, obwohl es von beiden Seiten bereits mehrere Entwürfe gab. Nun hat die SPD der Union einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der folgende Änderungen vorsieht:

Erstens soll die zum Zweck der Altersvorsorge genutzte Immobilienförderung vereinheitlicht werden, indem Bausparverträge eine neue Förderung enthalten. Acht Jahre lang sollen Bausparer eine Förderung erhalten, die sich mit der Anzahl der eigenen Kinder erhöht. Als Bemessungsgrunflage für die Förderung wird das jährliche Brutto-Einkommen herangezogen. Diese Förderung wird aber nur dann gewährt, wenn die Immobilie selbst genutzt wird und somit offensichtlich der Altersvorsorge dient. Besteht die eigene Nutzung nicht oder nicht mehr, kann die Förderung für den Kauf einer neuen Immobilie genutzt werden, in der man selbst lebt oder aber in einen Riestervertrag eingezahlt werden. Eine solche Verwendung der Förderung muss innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen, sonst verfällt nicht nur der Anspruch, sondern das bereits gezahlte Geld muss zurückgezahlt werden.
Zweitens soll es nach den Plänen der SPD möglich sein, 50% aus einem Riester-Sparvertrag für eine Immobilie als Altersvorsorge zu entnehmen, glatte 20% mehr als bisher.

Von der Union gibt es bislang nur die Eingangsbestätigung des SPD-Vorschlags, aber noch keinen weiteren Kommentar.

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