Zusammenschluss von Provinzial mit der Westfälischen Provinzial und Provinzial Nord

Das Versicherungsunternehmen Provinzial gründet sich aus dem Zusammenschluss der Westfälischen Provinzial und der Provinzial Nord. Mit rund 700 Geschäftsstellen und Beitragseinnahmen von über 3 Milliarden Euro pro Jahr sichert sich das Unternehmen einen festen Platz auf dem Markt. Dennoch musste auch dieser Versicherer im Jahr 2013 mit einigen unerwarteten Ereignissen kämpfen. Überschwemmungen, Unwetter und Orkane. Das sind Ereignisse, die das vergangene Jahr für die meisten Versicherer ausmachten, welches aufgrund dessen recht kostspielig war. So war es beispielsweise der Hagelsturm namens „Andreas“, der über Deutschland wütete und Versicherungsleistungen von insgesamt knapp 4 Milliarden Dollar verursachte. Doch auch der Orkan „Xaver“ oder der Sturm „Christian“ hinterließen tiefe Spuren bei den Versicherungsunternehmen, wo auch Ulrich Rüther nicht auszuschließen ist. Trotzdem konnte das Unternehmen eine positive Gewinnentwicklung verzeichnen. Mittlerweile zählt es als zweitgrößtes öffentliches Versicherungsunternehmen in ganz Deutschland.

Die positiven Bilanzen
Im vergangenen Jahr konnte das Versicherungsunternehmen Provinzial Nordwest einen Überschuss von insgesamt 130 Millionen Euro erwirtschaften. Damit konnte der Versicherer allerdings nicht das Rekordergebnis aus dem Vorjahr erreichen, dafür haben etwa 6 Millionen Euro gefehlt, wie der Vorstandschef Ulrich Rüther zu den Unternehmensergebnissen verlauten lies. Auch die Beitragseinnahmen konnten um ganze 6,7 Prozent steigen und betrugen nun 3,2 Milliarden Euro. Den kleinen Gewinnrückgang begründet man vor allem damit, dass es zu besonders hohen finanziellen Belastungen wegen der Unwetterzahlungen gekommen ist. Jedoch könnte man, erwähnte die Versicherungsgesellschaft in einem weiteren Statement, die überschüssigen Belastungen durch die eigenen Rückversicherungen ohne Probleme decken. Aus diesem Grund kann man auch auf eine hohe Gewinnausschüttung an Eigentümer zählen, die im vergangenen Jahr immerhin 70 Millionen Euro betrug.

Erfreuliche Prognosen
Erfreut ließ der Vorstandsvorsitzende der Provinzial Nordwest Ulrich Rüther verlauten, dass die Provinzial Nordwest in der Fitch auf demselben Niveau eingestuft wird, wie auch in den Vorjahren. Das FitchRating ist eine Ratingagentur, die jährlich ein Finanzstärkerating durchführt und verschiedene Versicherungen bewertet. Als Grund für diese gute und positive Weiterentwicklung führt Rüther die Ergebnisse aus dem letzten Jahr an. Daran kann man nämlich vor allem ein überdurchschnittliches Wachstum erkennen, ebenso wie überwiegend gesunkene Betriebskostenquoten. Es heißt, das voraussichtliche Konzernergebnis werde trotz der Niedrigzinsphase und der hohen Belastungen aus Sturmereignissen bei etwa 120 Millionen Euro liegen. Das „AA-“Rating der FitchRating Agentur zeichnete das Unternehmen Nordwest immerhin erneut zum am besten bewerteten Versicherer in Deutschland aus. Mehr zur Provinzial & Ulrich Rüther in der “Versicherungswirtschaft aktuell. Des Weiteren wird die Provinzial Nordwest seitens der Fitch als äußerst „stark kapitalisiert“ bezeichnet, ebenso als Unternehmen, das im Besitz „guter Reservierungsstandards“ ist, nicht zuletzt, weil es seit 2010 ein Teilnehmer des Ratings ist. Aus diesem Grund kann man auf einen weiteren recht stabilen Ausgang künftiger Ratings blicken. Denn die starke Marktstellung wird auch in Zukunft durch das solide und dichte Vertriebsnetz, bestehend aus eigenen Geschäftsstellen, gestützt. Auch der Vertrieb, der über die Sparkassen-Finanzgruppe läuft, konnte erneut hervorgehoben werden. Fitch betonte für das Versicherungsunternehmen Provinzial Nordwest außerdem, dass die Ertragslage des Unternehmens nach wie vor äußerst stark sei. Mit einer Netto-Schaden- und Kostenquote habe man mit den 92,9 Prozent erneut ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielen können und liege damit weiterhin unter dem Durchschnitt des deutschen Marktes, welcher sich auf 96,3 Prozent festsetzt. Insgesamt hat sich laut Fitch die Provinzial Nordwest in puncto Netto-Schaden- und Kostenquote im Jahr 2013 fast unverändert gegeben. Auch für das Jahr 2014 erwartet man ähnliche Ergebnisse, die aufgrund der bisher eher spärlich eintretenden Stürme und Unwetter sogar besser ausfallen könnten.

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