Finanzamt fördert Altersvorsorge stärker

In diesem Jahr erkennt das Finanzamt größere Beträge der Altersvorsorge an als noch im letzten Jahr. Davon profitieren Arbeitnehmer, Beamte und Selbstständige. Wie die Stiftung Warentest mitteilt, werden zusätzliche Investitionen in die eigene Altersvorsorge in Form der gesetzlichen Rentenversicherung, beruflicher Versorgungswerke und Rürup-Verträge zunehmend attraktiver.

Denn Berufstätige können nun höhere Beträge steuerlich geltend machen. Demnach fördert das Finanzamt Rentenbeiträge bis zu 20.000 Euro, für Ehepaare und gesetzliche Lebenspartnerschaften liegt der Höchstbetrag bei 40.000 Euro. Als Sonderausgaben können 78% geltend gemacht werden, im letzten Jahr waren es noch 76%. Für selbstständige Singles gilt ab sofort eine Höchstgrenze von 15.000 Euro, für Paare von 31.200 Euro.

Arbeitnehmer, die gesetzlich rentenversichert sind, müssen den Beitrag ihres Arbeitgebers mit berücksichtigen. Die Stiftung Warentest demonstriert dies an einem Beispiel: Angenommen ein Single verdient 40.000 Euro, dann beträgt sein Rentenbeitrag mit Arbeitgeberanteil 18,9%, also 7.560 Euro. Diese Summe muss man vom Höchstbetrag (20.000 Euro) abziehen. Übrig bleiben dann 12.440 Euro, die in Rürup-Verträge oder Versorgungswerke investiert werden können. Angenommen diese 12.440 Euro werden in einen Rürup-Vertrag investiert, dürfen 78% davon (also 9.704 Euro) steuerlich abgesetzt werden. Zusammen mit dem Solidaritätszuschlag ergibt sich bei einem Steuersatz von 30% so eine Ersparnis von rund 3.000 Euro, rechnet die Stiftung Warentest vor.

Das könnte sie auch interessieren:

    Steuerentlastung bei Pflegekosten
    Der Bundesrat hat am Freitag dem vom Bundestag bereits beschlossenen Gesetz zur steuerlichen Förderung von Wachstum und Beschäftigung entgültig zugestimmt. Privathaushalte als Auftraggeber werden damit steuerlich stärker gefördert. Dies kommt auch Haushalten mit Pflegebedürftigen die ambulant betreut werden zugute. Die steuerlichen Entlastungen gelten bereits für das Jahr 2006.
    Bisher konnten 20 Prozent der Aufwendungen für Pflege-

    Stiftung Warentest gibt Steuertipps
    Die Stiftung Warentest weist in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift “Finanztest” darauf hin, dass sich eine Steuererklärung für fast jeden lohnt: Fast 90% der Beschäftigten könnten sich durch die Steuererklärung Geld vom Staat zurückholen und zwar laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt 823 Euro.
    So können die meisten Versicherten in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Beiträge für

    Kosten fürs Studium als Werbungskosten
    Nach zwei Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) dürfen Studierende mit abgeschlossener Berufsausbildung die Kosten für ihr Erststudium in voller Höhe als Werbungskosten steuerlich geltend machen (Az.: VI R 14/07 und VI R 31/07). Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass das Studium einen Zusammenhang zu der zukünftigen Arbeit aufweist.
    Ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden können Kosten für ein Master-

    Mit Reisekosten und doppeltem Haushalt Steuern sparen
    Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Berufstätige mit ihren Reisekosten und einem doppelten Haushalt nun mehr Steuern sparen können. So können sie höhere Werbungskosten geltend machen, denn die Geschäfsreise mit Privatvergnügen verbunden ist oder es aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung gibt. Das geht aus Urteilen des Bundesfinanzhofes hervor.
    Wer aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung

    Stiftung Warentest rät von Investaq Goldrente als Altersvorsorge ab
    Bei der Investaq Goldrente investiert der Anleger in eine fondsgebundene Rentenversicherung, die sich an Goldminen und anderen Goldprojekten beteiligt. Die Stiftung Warentest hat dieses Finanzprodukt einem Schnelltest unterzogen und kommt zu dem Ergebnis, dass es als Altervorsorge nicht geeignet ist.
    Die Investaq Goldrente wird von der Quantum Leben AG aus Liechtenstein angeboten. Die Anleger können wahlweise