Rentenversicherung: Beitrag soll auf 18,4% sinken

Laut einem internen Schreiben der Deutschen Rentenversicherung Bund, auf das sich die Nachrichtenagentur dpa beruft, soll der Beitragssatz zur Rentenversicherung Anfang nächsten Jahres voraussichtlich stärker sinken als bislang angenommen. Statt den bisherigen 18,9% soll der Beitragssatz auf 18,4% gesenkt werden und bis Ende 2017 auf diesem Niveau bleiben, heißt es. Die Senkung, welche die dritte in Folge wäre, basiert auf den jüngsten Prognosen des Schätzerkreises. Bislang sind die Experten von einer Absenkung auf 18,7% oder 18,6% ausgegangen.

Ob es zu einer solchen Absenkung kommt, wird jedoch erst im Herbst entschieden. Für einen Haushalt mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.600 Euro würde dies eine Entlastung von 6,50 Euro bedeuten – jeweils für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Beträgt das Bruttoeinkommen 3.500 Euro entspricht die Absenkung einer Entlastung von 8,75 Euro pro Monat.

Die erneute Senkung des Rentenbeitragssatzes wird durch die konjunkturbedingten hohen Einnahmen der Rentenkasse ermöglicht. Sobald die Rücklagen der Rentenkasse 1,5 Monatsausgaben übersteigen, muss eine Senkung des Beitragssatzes erfolgen. Derzeit liegen die Rücklagen bei 1,57 Monatsausgaben, für den Beginn des Jahres 2014 wird von einer Rücklage von 1,77 Monatsausgaben ausgegangen. Das entspricht einer Summe von 31,4 Milliarden Euro.

Danach, so die Meinung der Experten, wird die Rücklage kontinuierlich schrumpfen, bis sie 2017 nur noch 8,2 Milliarden Euro (oder 0,41 Monatsausgaben) beträgt. Dann würde es im darauffolgenden Jahr 2018 zu einer Anhebung des Rentenbeitragssatzes kommen.

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