Gebäudeversicherung: 120.000 Ergo-Kunden droht die Kündigung

Der Versicherungskonzern Ergo droht insgesamt 120.000 Kunden mit der Kündigung ihrer Gebäudeversicherung. Der Versicherer möchte vordergründig neue Policen verkaufen. Allerdings sind diese deutlich kostenintensiver als die bisherigen Tarife.

Die betroffenen Versicherten wurden bereits über den Schritt von der Ergo in Kenntnis gesetzt. Auf dem Postweg hat ihnen die Ergo mit einer entsprechenden Kündigung der Tarife gedroht. Ziel des Konzerns ist es, die Kunden zum Abschluss einer neuen Wohngebäudeversicherung zu bewegen. Ein neues Angebot haben die Kunden bereits unterbreitet bekommen. Sollten sie dieses nicht annehmen, droht ihnen die Kündigung des Vertrags.

Nach Berichten der Süddeutschen Zeitung hat eine Sprecherin von Ergo die Informationen auf Nachfrage bestätigt. Im Schnitt schlagen die neuen Policen mit 14 Prozent höheren Beiträgen zu Buche als die Alten. Mit der Aktion versucht Ergo seine eigene Gebäudesparte wieder in die Gewinnzone zurückzubringen. Die Sparte machte im letzten Jahr einen beachtlichen Verlust in Höhe von beinahe 40 Millionen Euro.

Die Kunden können sich gegen die Vorgehensweise der Ergo nicht wehren. Nach einem Schaden oder auch mit Einhaltung einer dreimonatigen Frist kann der Versicherer den bestehenden Vertrag zum Ende des Versicherungsjahres aufkündigen. Anders ist die Vorgehensweise dagegen in den bestehenden Verträgen. In diesen kann Ergo die Beiträge nicht ohne weiteres anheben. In den alten Verträgen ist eine dafür erforderliche Klausel nicht zu finden.

Die Vorgehensweise der Ergo ist jedoch keine Seltenheit. Wie Tarife auf www.wohngebaeudeversicherung.eu zeigen, gibt es immer wieder Versicherer, die erst mittelfristig bemerken, dass eine Versicherung eben nicht rentabel ist. Allerdings gehen die Versicherer in der Regel eben nicht so rabiat vor, wie dies beispielsweise bei der Ergo aktuell der Fall ist. In diesem Bereich hat Ergo bereits eine Vorreiterrolle einnehmen können. Das Vorgehen wurde bislang jedoch von der Sprecherin des Unternehmens verteidigt. Demnach wurden die Kunden rechtzeitig über die nächsten Schritte informiert. Sie hätten also auch die Möglichkeit, den Versicherungsschutz zu kündigen, wenn sie nicht auf einen neuen Vertrag zurückgreifen wollen. In vielen Altverträgen sind, wie der „Spiegel“ berichtet, Konditionen enthalten, die von den Verbraucherschützern bereits als unzureichend eingestuft werden Aus diesem Grund wird Kunden die Möglichkeit angeboten, auf die neuen Konditionen umzusteigen.

 

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