Gebäudeversicherung: Ergo will 120.000 Policen umstellen

Medienberichten zufolge will die Versicherungsgruppe Ergo 120.000 Policen von Wohngebäudeversicherungen umstellen. Die betroffenen Verträge sind teilweise schon Jahrzehnte alt und würden nach der Umstellung deutlich teurer, heißt es. Wie eine Unternehmenssprecherin bestätigte, ist von der geplanten Umstellung etwa ein Fünftel aller bestehenden Wohngebäude-Versicherung betroffen.

Im Durchschnitt verteuern sich die Verträge um 14%, in Einzelfällen kann die Beitragerhöhung jedoch auch bis zu 100% betragen. Außerdem müssten betroffene Kunden damit rechnen, dass die neuen Verträge eine abgestufte Selbstbeteiligung enthalten werden.

Als Grund für die Umstellung nennt die Ergo zum einen eine bislang unzureichende Absicherung, z.B. vor Elementarschäden durch Starkregen. Zum anderen will die Ergo jedoch auch die Verluste ausgleichen, die sie in der Vergangenheit in ihrer Gebäudesparte erlitt. Der Sprecherin zufolge soll 2012 jedem Euro an Einnahmen 1,19 Euro an Ausgaben für Verwaltung, Vertrieb und Schadensregulierung gegenüber gestanden haben, so dass der Verlust der Gebäudesparte im letzten Jahr knapp 40 Millionen Euro betragen habe.

Weigern sich die Kunden angesichts dieser Änderungen, in die neue Police zu wechseln, müssen sie in letzter Konsequenz eine Kündigung durch die Versicherung hinnehmen, die mit einer Frist von drei Monaten möglich sei. Bianca Boss vom Bund der Versicherten bezeichnet das Vorgehen der Ergo als “äußerst unschön”, weist jedoch darauf hin, dass eine solche Aufräumaktion bei Versicherungsgesellschaften durchaus nicht unüblich sei.

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