Reform: Oettinger fordert mehr Selbstbeteiligung

Die Gesundheitsreform ist in aller Munde. Manche bezeichnen sie als “keine richtige Reform”, andere als “größte Reform aller Zeiten”. Ministerpräsident Günther Oettinger gehen die Einschnitte nicht weit genug. Nach seiner Meinung wird die Gesundheitsreform nur “drei bis fünf Jahre halten und dann beiden Koalitionsparteien eine grundlegende Neuordnung offen halten”. Oettinger bezeichnet die Gesundheitsreform als “keine große Gesundheitsreform”. Ihm fehlen die marktwirtschaftlichen Impulse. Patienten, die mehr Einkommen und Vermögen haben, sollten stärker selbst Spitzenleistungen auf dem Markt der Medizin einkaufen, ohne Absicherung über die Krankenkasse. Das würde auch höhere Eigenanteile bedeuten. Wenn Bürger diese aber nachweisbar nicht erbringen könnten, müssten sie einen Antrag auf Sozialleistungen stellen, die dann dafür eintritt. Laut Oettinger sollten die Zuzahlungen zukünftig im Schnitt bei zehn Prozent der Behandlungskosten liegen.

Auch bei der Pflegeversicherung fordert Oettinger private Zusatzleistungen. So soll der Beitrag zur Pflegeversicherung bei aktuell 1,7 Prozent eingefroren werden. Kinderlose Arbeitnehmer sollen aber mit 2,2 Prozent mehr in Kauf nehmen. 2008 soll dann eine private Pflichtversicherung eingeführt werden, die zwar frei wählbar sein soll, für die der Bürger aber einen Nachweis der Beitragszahlung erbringen muss. In 20 bis 30 Jahren soll nach Oettinger die gesetzliche Pflegeversicherung enden und alles aus privaten Versicherungen getragen werden.

Das könnte sie auch interessieren:

    Reform der Pflegeversicherung
    Die Gesundheitsreform ist in trockenen Tüchern und wird zum 01.04.07 in Kraft treten. Wenn man den Worten von Bert Rürup glauben schenken darf, wir auch die Reform der Pflegeversicherung noch in diesem Jahr angegangen. Rürup ist der Vorsitzende der Wirtschaftsweisen. Handlungsbedarf bestehe bei der Pflegeversicherung in den beiden wesentlichen Bereichen der Finanzierung und der Leistungen.

    Rechtsschutzversicherung gewinnt an Bedeutung
    Ca. 15 Prozent aller Bundesbürger halten eine Rechtsschutzversicherung für unverzichtbar. 64 Prozent halten den Besitz einer solchen Versicherung für wichtig. Im Vergleich zum Jahr 2005 hat die Wahrnehmung und die Bedeutung der Versicherung damit zugenommen.
    Besonders die mittlere Altersgruppe von 30 – 59 Jahren legt Wert auf diese Art der Absicherung. Ein besonderes Augenmerk wird

    Neue Gesundheitsreform: Was sich ändert
    Am 01.04.07 tritt die neue Gesundheitsreform in Kraft, aber was und für wen ändert sich nun genau was? Hierzu haben wir in unserer neuen Kategorie: Versicherung Tipps mal einen ausführlichen Artikel zu den Änderungen mit der neuen Gesundheitsreform für Sie verfasst.
    Es gibt einige gravierende Änderungen mit der neuen Reform über die sich sich auf

    Einführung einer Pflegepauschale?
    Obwohl die Reform der Pflegeversicherung erst nach der großen Gesundheitsreform angegangen werden soll, gibt es natürlich schon Vorschläge, die zu prüfen sind. Die bayerische Sozialministerin Stewens (CSU) plädiert für eine Einführung eines ‚"Pflege-Solis" von zunächst 6 Euro zusätzlich zur Pflegeversicherung, der als private Kapitalkomponente zur Pflegeversicherung dienen soll. Der genannte monatliche Beitrag soll jährlich um

    Kein Glaube an gesetzliche Rentenversicherung
    Die Altersvorsorge gehört zu den vieldiskutierten Themen. 80 Prozent der Deutschen glauben nicht, dass die Politik die aktuelle Schieflage der Rentenversicherung in den Griff bekommt. 93 Prozent der Bundesbürger sind der Auffassung, dass das Ihr Lebensstandart im Rentenalter unter ihrem heutigen Standart liegen wird. Nur noch ca. 8 Prozent glauben, dass die gesetzliche Rente sicher