Sicherheit hat bei Geldanlage höchste Priorität

Aus Angst vor den Folgen der Staatsschuldenkrise hat die Sicherheit bei der Geldanlage für viele Deutsche inzwischen die höchste Priorität. Wie der Bundesverband Deutscher Banken meldete, sind die Deutschen bei der Auswahl ihrer Geldanlagen “mehr denn je” auf Sicherheit bedacht. Dies zeige sich darin, dass sie mit 1.928 Milliarden Euro “gut 40% des Geldvermögens als Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld” halten (Stand: Ende 2011) – so viel wie nie zuvor. Die Geldanlagen bei (vor allem Lebens-)Versicherungen einschließlich Pensionskassen, Pensionsfonds und berufsständischen Versorgungswerken betrug Ende 2011 etwa 1.432 Milliarden Euro.

Um Aktien machen Anleger dagegen nach wie vor einen großen Bogen: Der Anteil des Geldvermögens der Privathaushalte, der in Aktien investiert ist, liegt bei gerade mal knapp 5% und entspricht einer Anlagesumme von 222 Milliarden Euro. Etwas mehr, nämlich 247 Milliarden Euro sind in festverzinslichen Wertpapieren (inklusive Zertifikaten) angelegt und 395 Milliarden Euro in Investmentfonds.

Trotz der Kursverluste an den Kapitalmärkten konnten die deutschen Privathaushalte ihr Geldvermögen im letzten Jahr steigern. Ende 2011 betrug es der Bundesbank zufolge 4,7 Billionen Euro – das entspricht einem Anstieg von 1,2% gegenüber dem Vorjahr und damit auch einem neuen Rekordwert.

Auch die Deutsche Bundesbank teilte vor kurzem mit, dass der Anteil des Vermögens, der in sicheren Geldanlagen angelegt ist, von 39,3% (Ende 2010) auf 40,9% (Ende 2011) gestiegen sei. Der Anteil des in Aktien investierten Vermögens ist diesen Angaben zufolge von 5,2% auf 4,7% zurückgegangen, berichtet die “Bild”-Zeitung. Die Zeitung weist außerdem darauf hin, dass die Deutschen darüber hinaus ein Immobilienvermögen von 5,0 Billionen Euro, aber auch Kreditschulen (vor allem Hypotheken) von rund 1,5 Billionen Euro haben.

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