DGB fordert schrittweise Erhöhung der Rentenbeiträge

Um die drohende Altersarmut einzudämmen, hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein neues Rentenkonzept entwickelt, nach dem der aktuelle Rentenbeitrag von 19,6% nicht gesenkt, sondern sukzessive angehoben werden soll. Dem Vorschlag zufolge soll der Rentenbeitrag für Versicherte und Arbeitgeber pro Jahr um 0,1% steigen. Bei einem Durchschnittseinkommen von 2.600 Euro brutto entspricht dies 2,60 Euro monatlich bis zum Jahr 2025.

DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach bezeichnete diese Forderung als “Mindestprogramm, um den Absturz der Rente für die jungen Generationen aufzuhalten”. Bei der Vorstellung des Konzepts vor einigen Tagen in Berlin betonte Buntenbach, dass es entscheidend sei, “dass der Rentenbeitrag nicht gesenkt, sondern eine Demografie-Reserve aufgebaut wird, um die Sicherheit fürs Alter solidarisch zu verbessern”. Das Modell des DGB biete große Gestaltungsspielräume für eine sichere Rente und sei nicht das Ende der Rentendebatte, sondern habe diese erst eröffnet, so Buntenbach.

Das Konzept der Bundesregierung, das eine Senkung des Rentenniveaus um fast 20% bis zum Jahr 2030 vorsieht, sei unverantwortlich und hätte zur Folge, “dass Altersarmut künftig die Mitte der Gesellschaft erreichen wird”, mahnte das DGB-Vorstandsmitglied und forderte die Koalition “deshalb eindringlich auf, den Rentenbeitrag nicht abzusenken”.

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