Preisspielereien zur Mehrwertsteuererhöhung

Schon Wochen oder vielleicht sogar Monate vor der Mehrwertsteuererhöhung auf 19 % zum Jahreswechsel rechnet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Preissteigerungen und einigen Preisspielereien. “Überall im Handel wird das Problem diskutiert, wie man die Steuererhöhung bereits heute einkalkuliert”, sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst der “Welt am Sonntag”. “Man wird nicht bis Ende des Jahres warten: Viele Preisanpassungen werden nach meiner Einschätzung bis September 2006 umgesetzt sein.”

Die Telefonauskunft Telegate habe etwa ihre Preise bereits Anfang Juli um 16 Prozent erhöht und explizit auf die Mehrwertsteuererhöhung verwiesen, berichtete das Blatt. In der Modebranche stiegen die Preise von vergleichsweise günstigen Artikeln wie Strumpfhosen ebenfalls zum Juli an. Nach einer Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) planen 38 Prozent von knapp 2000 befragten Unternehmen, die Preise schon dieses Jahr heraufzusetzen. Fünf Prozent rechneten damit, die Schraube “sehr stark” nach oben anzuziehen. Andere Firmen wollten die höhere Abgabe entweder gar nicht oder erst 2007 auf die Kunden abwälzen.

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