Ärger um Kombilohn

Es hagelt nun immer mehr Kritik aus der Großen Koalition zu den Kombi-Lohn-Vorschlägen von Arbeitsminister Müntefering. Man könne nicht einfach mehr ausgeben, ohne Einsparmöglichkeiten zu nennen, moniert zum Beispiel CDU-Haushaltspolitiker Kampeter. Müntefering will heute dem Kabinett seine genauen Pläne vorstellen. Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter (CDU), mahnte seine Partei zur Vorsicht bei der Einführung von Kombilöhnen wie sie Bundesarbeitsminister Franz Müntefering (SPD) vorgeschlagen hat.

Müntefering sein Konzeptmit dem Titel “50 Plus”, soll 100.000 Arbeitslosen die über 50 Jahre alt sind eine neue Arbeit verschaffen. Das Kombilohn-Modell sieht vor, dass Arbeitslosengeld-I-Empfänger, die eine Arbeit mit einem niedrigeren Nettolohn als bei ihrer früheren Tätigkeit aufnehmen, im ersten Jahr bis zu 50 Prozent der Lohndifferenz vom Staat als Zuschuss bekommen. Im zweiten Jahr sollen es immer noch 30 Prozent sein.

“Die Unternehmen müssen Beschäftigung aufbauen, wenn es sich für sie lohnt”, DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben im Deutschlandfunk. Die Folgen der Frühverrentung könnten nicht auf Knopfdruck wieder kompensiert werden. Man müsse zunächst verhindern, dass Ältere zu früh ausscheiden und dann ermöglichen, dass Ältere wieder verstärkt eingegliedert werden, so Wansleben weiter.

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