Müntefering mit Kombilohn gegen Arbeitslosigkeit

Arbeitsminister Franz Müntefering hat die Einführung eines Kombilohns für ältere Arbeitslose angekündigt. Mit staatlichen Zuschüssen zum Lohn will der Müntefering die Rückkehr älterer Arbeitsloser ins Berufsleben fördern. Das sagte er in einem Interview mit dem “Handelsblatt”. Er werde dem Kabinett am Mittwoch vorschlagen, daneben auch staatliche Hilfen für Arbeitgeber vorzusehen, die über 50-jährige Arbeitslose einstellen. Der Vizekanzler konkretisierte damit seine seit Monaten angekündigte Initiative “50plus”.

Der Zuschuss soll “ältere Bezieher von Arbeitslosengeld I motivieren, auch einen Job anzunehmen, der geringer bezahlt wird als ihr bisheriger”, sagte Müntefering. “Diese Personen sollen aus der öffentlichen Kasse im ersten Jahr 50 Prozent und im zweiten Jahr 30 Prozent der Lohndifferenz zu ihrem letzten Nettolohn erstattet bekommen.” Das Angebot gelte für Bezieher von Arbeitslosengeld I, die älter sind als 50 Jahre. Müntefering rechnet damit, dass diese Förderung den Staat jährlich rund 250 Millionen Euro kostet und von 50.000 Arbeitslosen im Jahr genutzt wird.

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