Geringverdiener nutzen kaum betriebliche Altersvorsorge

Laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) nutzen viele Geringverdiener die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge nicht. Zwar ist gut jeder dritte Deutsche davon überzeugt, dass die betriebliche Altersvorsorge wichtig ist, aber nicht einmal die Hälfte der Befragten hat auch tatsächlich einen entsprechenden Vertrag abgeschlossen. Vor allem von den Geringverdienern wird von den Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge Gebrauch gemacht: Weniger als 5% der Haushalte mit einem Nettoeinkommen von unter 1.000 Euro nutzen die betriebliche Altersvorsorge.

Dabei bietet die betrieblichen Altersvorsorge (kurz: bAV) gleich mehrere Vorteile: Die Beiträge werden direkt vom Bruttogehalt abgezogen, teilweise sind sie steuer- und sozialabgabenfrei. Für gesetzlich Rentenversicherte gilt, dass sie bis zu 4% von der jährlichen Beitragsbemessungsgrenze von 67.200 Euro (für 2012 also 2.688 Euro) von ihrem Bruttogehalt abziehen lassen können. Aufgrund der sogenannten Entgeltumwandlung aus dem Bruttoeinkommen, aus der die Beiträge gezahlt werden, sinkt der persönliche Steuersatz des Arbeitnehmers.

Auch vermögenswirksame Leistungen können für die bAV eingesetzt werden, was bedeutet, dass sie auch ohne eigenen finanziellen Aufwand möglich ist. Die bAV-Beiträge sind immer geschützt – sowohl vor einer Insolvenz des Arbeitgebers als auch vor der Arbeitslosigkeit des Arbeitnehmers. Wegen dieser Vorteile eignet sich die bAV durchaus, oder wie einige Experten sagen, sogar gerade für Geringverdiener.

Bei der Umfrage, die im Auftrag der Hannoverschen durchgeführt wurde, wurden insgesamt 1.014 Deutsche zu ihrer Wahrnehmung und Nutzung der betrieblichen Altersvorsorge befragt.

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