Reserve der Rentenversicherung höher als erwartet

Die Rücklagen der Rentenversicherung sind im letzten Jahr stärker gewachsen als bis dahin angenommen, was auf die gute wirtschaftliche Entwicklung und die daraus resultierenden hohen Beitragseinnahmen zurückzuführen ist. Wie die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet, ist die „eiserne Reserve“ der Rentenkasse auf 24,1 Milliarden Euro gestiegen. Das ist der höchste Wert seit den 1970er Jahren( nur im Jahr 1992 waren die Rücklagen noch höher) und 500 Millionen Euro mehr als von der Rentenversicherung prognostiziert.

Der Anstieg ist besonders beachtlich, wenn man die Zahlen des Vorjahres zum Vergleich heranzieht: Ende 2010 beliefen sich die Reserven der Rentenkasse auf 18,6 Milliarden Euro, d.h. innerhalb nur eines Jahres stiegen sie um über 5 Milliarden Euro an.

Die sprudelnden Beitragseinnahmen hatten noch eine andere Folge: Zu Jahresbeginn sank der Beitragssatz von 19,9% auf 19,6%. Der Gesetzgeber sieht vor, dass, sobald die Reserve 1,5 Monatsausgaben übersteigt, eine Beitragssenkung vorgenommen werden muss.

Die positive Entwicklung in der Rentenkasse gibt Anlass zu Optimismus. Peter Weiß, rentenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion geht davon aus, dass die Entwicklung auch in diesem Jahr noch anhält. Gegenüber der „Stuttgarter Zeitung“ bestätigte er, dass alles auf eine weitere Verbesserung der Einnahmesituation in allen Sozialkasse hindeute.