Rendite von Lebensversicherungen auf Rekordtief

Wie die Rating-Agentur Assekurata mitteilte, sinkt die laufende Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen in diesem Jahr auf ein Rekordtief. Die Agentur befragte 67 Lebensversicherer und erhielt von 50 Versicherern die Bestätigung, dass diese ihre Überschussbeteiligung im aktuellen Jahr senken werden. Noch liegt die Gesamtverzinsung für Kapitallebensversicherungen bei durchschnittlich 4,93%, nach der Anpassung bei nur noch 4,73%. Bei der privaten Rentenversicherung sinkt sie von 4,78% auf 4,66% und bei der Riester-Rente von 4,56% auf 4,49%. Im Durchschnitt sinkt die Überschussbeteiligung von 4,09% auf 3,94%. Die Versicherer begründen die Senkung mit der immer geringeren Auswahl an sicheren Staatsanleihen und niedrigeren Zinsen.

Angesichts einer solchen Entwicklung überrascht es nicht, dass die Deutschen immer weniger dazu bereit sind, für ihren Ruhestand privat vorzusorgen. Wie aus einer aktuellen Allensbach-Untersuchung hervorgeht, die im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde, war 2011 nur jeder vierte Deutsche zu größeren Sparanstrengungen bereit. Allensbach-Chefin Renate Köcher glaubt zu wissen, woran das liegt. Ihrer Meinung nach sind die Deutschen in Sachen Altersvorsorge unsicher, halten sie für “unkalkulierbar” und würden deshalb das Geld lieber für Konsumgüter ausgeben anstatt für die private Altersvorsorge.

Die beliebteste Form der privaten Altersvorsorge der Deutschen ist immer noch die Immobilie. Stark gelitten hat dagegen das Image der Riester-Rente: Waren 2008 noch 38% der Befragten davon überzeugt, dass die Riester-Rente eine lohnende Form der Altersvorsorge ist, waren es 2011 nur noch 22%. Experten sehen die Gründe hierfür in den niedrigen Renditen, hohen Provisionen und der Rückforderung staatlicher Zulagen.

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