GDV verteidigt Riester-Rente

Zehn Jahre nach der Einführung der Riester-Rente musste die staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge viel Kritik einstecken. Vor allem wurde ihr vorgeworfen, dass ihre Renditen nicht viel höher als die eines Sparstrumpfes seien. Auf diese herbe Kritik reagiert nun der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der anhand von drei Muster-Beispielen zeigt, dass sich die Riester-Rente für die meisten Verbraucher eben doch lohnt.

Analysiert wurde die Riester-Rente für einen Normalverdiener, einer Familie mit zwei Kindern und einer Alleinerziehenden mit einem Kind. Dabei zeigte sich, dass man nicht “steinalt” werden muss, damit sich ein Riester-Vertrag lohnt. Die Berechnungen des GDV ergaben, dass die Riester-Rente für Geringverdiener und Familien besonders rentabel ist und sich auch für Singles mit überdurchschnittlichem Einkommen lohnt.

Der GDV räumt jedoch ein, dass Lebensversicherer bei ihren Annahmen zur Lebenserwartung vorsichtiger sein müssen als beispielweise das Statistische Bundesamt. Anders als das Statistische Bundesamt müssen sie nämlich Garantieversprechen über viele Jahrzehnte geben. Experten sind sich einig darüber, dass die Lebenserwartung auch zukünftig unverändert stark ansteigen wird. Es wird davon ausgegangen, dass 81% der heute 40-jährigen Frauen und 67% der gleichaltrigen Männer mindestens 85 Jahre alt werden.

Das vergessen jedoch viele, weil sie sich bei der Einschätzung ihrer eigenen Lebenserwartung an dem Alter ihrer Eltern oder Großeltern orientieren. Wer statt der Riester-Rente lieber den “Sparstrumpf” bevorzugt, weil er glaubt, nicht alt genug zu werden, um von der Riester-Rente zu profitieren, läuft Gefahr, sein angespartes Geld lange vor seinem Tod verbraucht zu haben und dann im hohen Alter keine Reserven mehr zu haben. Dem GDV zufolge bietet keine andere Form der privaten Altersvorsorge “ein so hohes Maß an Sicherheit für eine lebenslange Versorgung” wie die Riester-Rente.

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