Einführung einer Pflegepauschale?

Obwohl die Reform der Pflegeversicherung erst nach der großen Gesundheitsreform angegangen werden soll, gibt es natürlich schon Vorschläge, die zu prüfen sind. Die bayerische Sozialministerin Stewens (CSU) plädiert für eine Einführung eines ‚"Pflege-Solis" von zunächst 6 Euro zusätzlich zur Pflegeversicherung, der als private Kapitalkomponente zur Pflegeversicherung dienen soll. Der genannte monatliche Beitrag soll jährlich um einen Euro steigen und damit eine angemessene Pflege, trotz steigender Lebenserwartung, sicherstellen. Die unionsregierten Länder prüfen aktuell diesen Vorschlag.

Die vorrangig diskutierten Kernpunkte der Gesundheitsreform betreffen zunächst jedoch neben einer allgemeinen Versicherungspflicht, einer höheren Beitragsbemessungsgrenze, auch eine gleichen Vergütung medizinischer Leistungen für gesetzliche und private Krankenkassen.

Die Parteien sind sich vor allem uneinig über die Höhe des Arbeitgeberbeitrages zur Krankenversicherung. Während die Union diesen unverändert sehen möchte, um einen weiteren Anstieg der Lohnnebenkosten und dadurch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern, plädiert die SPD für eine Anhebung des Arbeitgeberbeitrages, so dass dieser dem Arbeitnehmerbeitrag entspricht.

Der heute tagende Koalitionsausschuss will sich zunächst über den Zeitplan der anstehenden Gesundheitsreform verständigen.

Das könnte sie auch interessieren:

    Neuer Streit bei Reform der Pflegeversicherung in Sicht
    Am 1. Januar 2008 soll sie in Kraft treten, die Reform der Pflegeversicherung, doch bis dahin ist es für die Große Koalition noch ein weiter Weg. Obwohl sich Union und SPD beide optimistisch äußern, lehnt die SPD die so genannte Kopfpauschale für die Pflegeversicherung weiter kategorisch ab. Der Vorschlag der Union, mit zunächst sechs Euro

    Gesundheitsreform bringt doch weniger Einsparungen
    Wie der Spiegel berichtet, soll die Gesundheitsreform den Krankenkassen womöglich nun doch weniger Einsparungen bringen als angekündigt. Die von Union und SPD vereinbarten Eckpunkte zur Gesundheitsreform in den kommenden drei Jahren führen lediglich zu Kostensenkungen von insgesamt kanpp 5,3 Mrd. Euro. Kurz nach und während der Verabschiedung der Eckpunkte der Gesundheitsreform hatte der Verhandlungsführer der

    Erste Beschlüsse bei Gesundheitsreform
    Nach monatelangen Beratungen haben sich die Spitzen von Union und SPD auf Eckpunkte für eine Gesundheitsreform verständigt. Das Ergebnis bleibt allerdings für beide Seiten weit hinter den Ursprungsforderungen zurück. Hier mal eine kurze Übersicht der Beschlüsse:
    Gesundheitsfonds:

    Der Gesundheitsfond wird kommen, in den Fonds fließen die Beiträge von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie Steuermittel. Die private Krankenversicherung wird

    Generationensolidarität in Europa durch PKV
    In der Europäischen Union gilt das Modell der Privaten Krankenversicherung zunehmend als Musterbeispiel, um den Herausforderungen des demografischen Wandels solidarisch und generationsgerecht gegenüberzutreten.
    Durch den demografischen Wandel nimmt der Anteil der älteren Bevölkerung in der EU stetig zu. Die Private Krankenversicherung gilt nach den Ergebnissen einer Diskussionsveranstaltung als eine der besten Möglichkeiten, um die Generationensolidarität in

    Krankenversicherung für Studenten wird teurer
    Die Krankenversicherung für Studenten hatte zwei ‚"Nullrunden" im Beitrag, wo es nicht zu einer Erhöhung gekommen ist. Dies wird mit dem nächsten Wintersemester vorbei sein. Ab dann steigt der Beitrag zur Krankenversicherung von momentan 47,53 Euro pro Monat auf 49,40 Euro. Der Beitrag zur Pflegeversicherung hingegen bleibt unverändert.
    Studenten, die ihr Studium durch Bafög finanzieren