Korrigierte Verträge bei der Rürup-Rente

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Kunden staatlich geförderte Angebote der Rürup-Rente abgeschlossen haben, die überhaupt nicht die Voraussetzungen für eine staatliche Förderung erfüllen. Deshalb musste etliche Anbieter ihre Verträge korrigieren und diese den Kunden erneut zur Unterschrift zuschicken.

Als Beispiel nennt die Stiftung Warentest den Versicherer Europa, der sechs Bedingungen nachbessern musste. Allerdings werden den Kunden die Änderungen nicht explizit mitgeteilt, nur die “Bedingungstitel”, hinter denen sich Änderungen verbergen, werden genannt. Die angeschriebenen Kunden müssen selbst vergleichen, was genau geändert wurde. Sie haben nun bis zum 30. Juni 2011 Zeit, die neuen Verträge unterschrieben wieder zurück zu schicken. Tun sie dies nicht, verlieren sie die zukünftige und bisherige steuerliche Förderung.

Bei manchen Angeboten war auch eine Einmalleistung im Fall einer Berufsunfähigkeit vorgesehen, aber für die staatliche Förderung ist nur eine Rentenzahlung erlaubt. Seit 2010 dürfen nur noch von der Bundesanstalt für Finanzidienstleistungsaufsicht oder vom Bundeszentralamt für Steuern zertifizierte Verträge angeboten werden. Die Angebote, bei denen sich während der Zertifizierung herausgestellt hat, dass sie die Voraussetzungen für eine Förderung nicht erfüllen, mussten nachgebessert werden.

Die Rürup-Rente ist eine staatlich geförderte Altersvorsorge für Selbstständige, die einen Teil ihrer Beiträge steierlich geltend machen können. Damit will der Staat auch bei Selbstständigen die private Altersvorsorge fördern.