Arbeitslosenversicherung steht auch Selbstständigen offen

Wenn ein Arbeitnehmer seinen Job verliert, bekommt er dank der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung auch weiterhin Geld – wenn auch die Leistungen insbesondere für Langzeitarbeitslose im Rahmen der ‚"Hartz-Gesetze" beschnitten wurden. Selbstständige jedoch gehen in der Regel leer aus: Sie müssen privat vorsorgen. Tun sie das nicht, bleibt ihnen höchstens noch die Sozialhilfe.

Unter bestimmten Bedingungen haben seit Anfang 2006 auch Selbstständige die Möglichkeit, sich freiwillig in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung zu versichern. Dazu müssen sie allerdings vor Beginn ihrer unternehmerischen Tätigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt gewesen sein. Wer also beispielsweise arbeitslos wird und sich anschließend entscheidet, seine eigene Firma zu gründen, der kann weiter in der gesetzlichen Arbeitslosenversicherung bleiben. Der entsprechende Antrag muss bei der Agentur für Arbeit gestellt werden – und zwar spätestens einen Monat nach Beginn der Selbstständigkeit.

Wer diese Frist verpasst hat oder andere Voraussetzungen nicht erfüllt, dem bleibt auch weiterhin nur der Weg über private Versicherungen. Zwar gibt es keine privat organisierte Arbeitslosenversicherung für Selbstständige, doch kann man beispielsweise mit Lebensversicherungen oder Rentenversicherungen Rücklagen ansparen, die dann für finanziell schwierigere Zeiten zur Verfügung stehen.

Das könnte sie auch interessieren:

    Arbeitslosenversicherung für Selbstständige
    Laut SGB III war zwar bereits eine Möglichkeit der freiwilligen Arbeitslosenversicherung vorgesehen, allerdings war diese nur auf einen bestimmten Personenkreis abgestimmt.
    Nun können aber auch Selbstständige und Freiberufler einen Antrag auf Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung stellen, Voraussetzung: Sie müssen mehr als 15 Stunden wöchentlich berufstätig sein und in den letzten 24 Monaten vor Beginn

    Mindesteinkommen für Selbstständige sinkt
    Wie der Bundesverband der Selbstständigen (BDS) mitteilte, wird das fiktive Mindesteinkommen für Selbstständige ab dem 01.04.07 von EURO 1837,50 auf EURO 1225,00 gesenkt.
    Diese Änderung stellt vor allem für schlecht verdienende Selbstständige und Unternehmensgründer eine Erleichterung da. Die fiktive Einkommensgrenze regelt, für welche Höhe an Einkommen mindestens Krankenversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen, egal ob das Einkommen

    Selbstständige in der gesetzlichen Rentenversicherung
    Die gesetzliche Rentenversicherung gewinnt für Selbstständige an Bedeutung. Die Gruppe der versicherungspflichtigen Selbstständigen hat sich in den letzten Jahren erweitert. Zu den Versicherungspflichtigen gehören z. B. Selbstständige, die nur einen Auftraggeber haben oder Existensgründer.
    In der Neuauflage des Kommentars ‚"Selbstständige in der Rentenversicherung" können interessierte Laien oder und Fachleute sich über die aktuelle Lage informieren.

    Freiberufler gegen Versicherungspflicht für Selbstständige
    Nach Ansicht der Grünen sollten auch Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um das Risiko der Altersarmut zu verringern. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Rentenexperte der Bundestagsfraktion der Grünen, sagte gegenüber dem Deutschlandradio Kultur, dass es längst überfällig sei, die Rente auf die Zukunft einzustellen.
    Dass die Union erwägt, eine Grundabsicherung für Selbstständige einzuführen, begrüße er, doch geht

    Ehemalige Selbstständige müssen bei Hartz-IV in PKV bleiben
    Nach einem Beschluss des Landessozialgerichts Nordrhein-Westfalen in Essen müssen ehemalige Selbstständige, die privat krankenversichert waren, nicht in die gesetzliche Krankenkasse wechseln, wenn sie Hartz-IV-Leistungen erhalten. Das gilt auch, wenn die selbstständige Tätigkeit schon aufgegeben wurde, bevor Arbeitslosengeld II (ALG II) in Anspruch genommen wurde (Az.: L 16 KR 329/10 B ER).
    Im konkreten Fall hatte ein